Testbericht | PS3
inFamous
PS3-Besitzer werden nicht gerade mit tollen exklusiven Titeln verwöhnt. Deshalb macht sich bei einigen vielleicht oft ein vages "war diese Konsole wirklich so viel Geld wert"-Gefühl breit. inFamous beantwortet diese Frage mit einem klaren "Ja": Dieses Spiel alleine rechtfertigt die Anschaffung von Sonys glänzender schwarzen Spielkiste. Du bist Cole, ein Velo-Kurier. Du lebst in Empire City, einer Stadt, die soeben von einem Terror-Anschlag grossflächig zerstört wurde; überall sind tote, sterbende oder verletzte Menschen. Die Regierung schneidet die Stadt daraufhin wegen eine ausbrechenden Seuche von der Aussenwelt ab, wer aus der Quarantäne-Zone zu fliehen versucht wird erschossen. Die drei Bereiche der Stadt werden in der Absenz einer funktionierenden Polizei von drei rivalisierenden Gangs kontrolliert, die alle an eine geheimnisvolle Kugel kommen wollen, welche die Explosion verursacht haben soll. Oh, und die Schwester deiner Freundin wurde in der Explosion getötet, zusammen mit tausenden von unschuldigen Menschen. Aber das ist noch nicht dein grösstes Problem: Dein grösstes Problem ist dass du die Explosion ausgelöst hast. Du hast die Bombe in einem Kurier-Auftrag ausgeliefert, und nun halten dich dank Überwachungsfotos alle für einen Terroristen. Du warst mitten in Ground Zero als sie explodiert ist, aber statt zu sterben hast du plötzlich neue Fähigkeiten: Du kontrollierst Elektrizität. Du kannst die Stadt nicht verlassen, die Bevölkerung und deine Freundin hassen dich, die verbleibenden Medien verbreiten negative Propaganda über dich, und deine einzige Hoffnung ist den Komplott aufzudecken und herauszufinden was zum Teufel eigentlich passiert ist und weshalb dich die Explosion nicht getötet, sondern mit übermenschlichen Kräften ausgestattet hat. Willkommen in inFamous. What's going on?Zu viel zur Story sei hier nicht verraten, nur so viel: es gibt ein paar interessante und unerwartete Entwicklungen in Empire City, und es lohnt sich das Spiel nur schon für die Story zu beenden. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich über Gespräche die Cole führt oder mithört, und über extrem coole Comic-Sequenzen, die nach wichtigen Missionen gezeigt werden. Deine Stadt, dein SandkasteninFamous folgt dem GTA-Modell und bietet dem Spieler eine von Anfang an offene Welt, eine Sandbox, in der der Spieler selber entscheidet was er tun möchte. Zwar sind zwei der drei Bezirke (die dank dem Machtvakuum je von anderen Gangs kontrolliert werden) zu Beginn nicht offen, aber der erste Bezirk ist bereits sehr gross. Durch das Lösen verschiedener Aufträge werden neue Aufträge freigeschaltet, und es steht Cole frei, Story-Missionen zu starten, Nebenmissionen auszuführen, nach Explosions-Bruchstücken oder Aufzeichnungen eines Reporters zu suchen oder einfach durch die Stadt zu turnen. Normalerweise sind in solchen Spielen die "Nebenbeschäftigungen" etwas sinnlos. Nicht so in inFamous. Wer Nebenmissionen löst, befreit so Stadtteile aus der Kontrolle der Gangs, was dazu führt dass die Bewegung durch die Stadt einfacher wird. Wer Explosions-Bruchstücke sucht, kann so die eigene Stärke vergrössern, und die Aufzeichnungen des Reporters geben Hintergrund-Infos zur Story des Spiels. Die Nebenbeschäftigungen sind also nicht nur Beigemüse um die Spielzeit zu verlängern, sondern integraler Teil des Spiels obwohl sie nicht zwingend gelöst werden müssen. Your Mission, Should You Choose To Accept ItDas Problem mit den Missionen von GTA IV ist, dass man eigentlich die immer gleiche Mission wieder und wieder spielt. Suche ein Auto, fahre zu Punkt X, hole Paket oder sprich mit Person Y, fahre zurück zu Ausgangspunkt. 90% aller GTA-IV-Missionen passen in dieses Schema. inFamous ist anders: Die Missionen sind abwechslungsreich und interessant. So muss man beispielsweise die Zugverbindungen wiederherstellen, indem man den Zug mit Strom versorgt während er durch die Stadt fährt. In einer anderen Mission muss man durch die Abwassersysteme hüpfen um die elektrische Versorgung eines Stadtteils wieder herzustellen, oder innert einer bestimmten Zeit einen vorgegebenen Pfad über die Dächer der Stadt hüpfen um Satelliten zu aktivieren. In einer besonders epischen Mission zerstört man eine Drone die einen Heissluftballon beschützt der Giftgas verbreitet, springt dann von einem Hochhaus auf den Heissluftballon, und löst die Platform des Ballons damit er Gewicht verliert und wegfliegt. Die meisten Missionen wiederholen sich in ähnlicher Form höchstens zwei bis sechs mal; wirklich öde werden die Missionen bis Spielende also nicht. Noch ein positiver erwähnenswerter Punkt: inFamous hat viele Checkpoints innerhalb von Missionen. Wer eine Mission verhaut muss also nicht gleich wieder von vorne beginnen. Empire CityDer eigentliche Star von solchen Sandbox-Spielen ist die Sandbox, in diesem Fall also Empire City. Und hier muss sich jedes moderne Sandbox-Spiel mit Liberty City aus GTA IV vergleichen lassen. Der New-York-Verschnitt aus GTA IV ist State of the Art, was Sandbox-Games angeht. Jedes Haus ist einzigartig, und wer mit einem Auto durch die Stadt cruist weiss dank der vielseitigen Architektur immer, wo er sich gerade befindet - wie in einer echten Stadt eben. inFamous kann damit nicht ganz mithalten, Empire City ist homogener als Liberty City, und die Strassenblöcke sehen sich oft ein bisschen ähnlich. Trotzdem gehört inFamous zu den besten Vertretern des Genres; es gibt viele interessante und architektonisch vielseitige Gebäude und Parks, und die Stadt fühlt sich lebendig und echt an. Gäbe es GTA IV nicht, würde sich inFamous aus städtetechnischer Sicht wohl die Sandbox-Krone holen. Was ausserdem stark für inFamous spricht ist der Charakter der Stadt. Ganz zu Beginn des Spiels sieht man kurz eine Szene aus Empire City vor der Explosion. Eine normale, saubere, moderne Stadt - die so im Spiel nie zu sehen ist. Die Explosion hat einen enormen Einfluss auf die Stadt; überall stehen zertrümmerte Autos und halb eingefallene Häuser, Abfall und Dreck liegt unbeachtet an den Strassenrändern. Ground Zero ist ein riesiger Krater, und einige der Gangs bauen ihre eigenen Häuser; im zweiten Abschnitt findet man beispielsweise einen absolut fantastischen, riesigen Turm aus Müll. Zusätzlich passt sich die Stadt dem Spieler an. Je besser er sich verhält, desto mehr wird die Stadt sauberer und aufgeräumter. Ist er jedoch böse, so verlottert auch die Stadt zusätzlich. Free ClimbingCole bewegt sich fast ausschliesslich zu Fuss durch die Stadt, aber selten auf den Strassen. Viel lieber klettert er auf ein Haus und hüpft dann von Dach zu Dach. Das geht schneller und vermeidet ausserdem unnötige Konfrontation mit gegnerischen Gangs; wer die Strassen verwendet wird schnell zum Opfer von Snipern. Ein wichtiger Teil vom Gameplay von inFamous ist deshalb free climbing. Wer Assassin’s Creed gespielt hat und hier ein gleich ausgeklügeltes System erwartet wird vielleicht ein bisschen enttäuscht. inFamous gehört zwar auch hier zum Besten was erhältlich ist, ganz an das geniale System von Assassin’s Creed kommt das Spiel aber nicht. An einigen Stellen ist nicht ganz klar wo Cole sich festhalten kann, und da Cole sich automatisch festhält und versucht bei Sprüngen auf Rändern zu landen kann es vorkommen, dass man an Häusern "festklebt" wenn man statt dessen auf dem Boden stehen möchte; vor allem in Kampf-Situationen kann das problematisch sein. Trotzdem macht das System enorm Spass; es ist trivial, beispielsweise auf einer Strassenlampe zu stehen und dann von einer Lampe zur nächsten zu hüpfen, oder von einer Façade zur Façade eines gegenüberliegenden Hauses zu springen, oder einem dünnen Rohr entlang zu rennen und von dort auf eine Stromleitung und dann auf ein Hausdach zu springen. Wettervorhersage: Blitz und DonnerWetter spielt in dem Spiel eine wichtige Rolle, obwohl es weder ein normales Wetter-System noch einen Tag-Nacht-Zyklus gibt. Statt dessen passt sich das Wetter den Szenen und dem Verhalten von Cole an. Wie in einem Film wird das Wetter verwendet, um die Geschichte zu erzählen. Und später in dem Spiel wird Cole so mächtig, dass seine Aktionen das Wetter direkt beeinflussen können. Zu viel dazu sei hier aber nicht verraten. Gut gegen BöseWie bereits angetönt kann Cole sich entweder gut oder böse verhalten. Seine Entscheidungen beeinflussen, wie die Bürger der Stadt ihn sehen, und wie das Spiel endet. Ausserdem gibt es Missionen, die man nur ausführen kann wenn man "gut" oder "böse" ist; diese Missionen kommen immer im Duo-Pack, ist man gut und führt eine gute Mission aus, so wird eine böse Mission gestrichen und kann nicht mehr ausgeführt werden, und umgekehrt. Ob Cole als "gut" oder als "böse" gesehen wird hängt einerseits von seinem Verhalten allgemein ab, andererseits aber auch von speziellen Situationen, in denen er eine Entscheidung treffen muss. Soll Cole von der Regierung abgeworfenes Essen für seine Freunde behalten oder den Bürgern der Stadt überlassen? Soll er einen Menschen befreien, der von den Bürgern gelyncht wird, oder soll er ihn einfach hängen lassen? Nicht alle Entscheidungen sind so lächerlich offensichtlich; später im Spiel wird man vor Situationen gestellt, in denen man echt schwierige Entscheidungen treffen muss, welche den Spielverlauf nachhaltig verändern können. Ausserdem beeinflusst das allgemeine Verhalten im Spiel, ob Cole gut oder böse ist. Beschiesst Cole einen Feind (oder einen unschuldigen Passanten) mit Elektroschocks, so wird dieser meist zuerst bewusstlos. Cole kann ihn dann entweder mit Elektrofesseln am Boden festmachen, oder er kann seine Energie aussaugen und für sich selbst verwenden. Erstere Aktion ist gut, zweitere böse. Verletzte Passanten können zusätzlich wiederbelebt werden, was ebenfalls gut ist. Dieses System ist ziemlich clever und führt zu einem interessanten Effekt: Will man gut sein, so muss man extrem vorsichtig vorgehen. Überall in Empire City sind unschuldige Passanten. Wird man in grössere Strassenschlachten verwickelt (was unvermeidbar ist), so kommen schnell mal unschuldige Passanten zu Schaden, oder bewusstlose Feinde werden unabsichtlich getötet. Das macht Coles zunehmende Stärke zu einem zweischneidigen Schwert: Zwar wird das Besiegen der Feinde einfacher, gleichzeitig wird es aber schwieriger, dies ohne "Kollateralschaden" zu machen. Deshalb muss man, wenn man gut sein möchte, in verschiedenen Situationen auf die stärkeren Waffen verzichten und die Feinde gezielt ausschalten statt einfach alles in die Luft gehen zu lassen. EpischApropos "alles in die Luft gehen lassen", inFamous ist ein episches Spiel, in der man epische Macht erhält und in epische Kämpfe verwickelt wird. Im Verlauf des Spiels wird man mit riesigen Monstern und Armeen von Feinden konfrontiert, man kämpft an der Seite von Polizeieinheiten und Passanten (falls man gut ist wird man von den Menschen tatkräftig unterstützt) und beschützt enorme Festungen oder stürmt gegnerische Türme. An einer Stelle der Geschichte entscheidet sich die Armee, die Stadt zu bombardieren, und Empire City verwandelt sich kurzzeitig in ein riesiges Kriegsgebiet. Ausserdem gibt es drei fantastische Boss-Kämpfe, was für ein Sandbox-Spiel atypisch ist. Episch ist übrigens auch die Sichtweite im Spiel. Wer sich in GTA IV mal auf einem Hochhaus positioniert hat und dann das Sniper-Gewehr ausgepackt hat, der hat festgestellt dass in dem Spiel nicht besonders viel los ist; sobald man auf einem genug hohen Gebäude ist "verschwindet" das Leben in der Welt unten auf den Strassen. Nicht so in inFamous: Die Welt lebt weiter, auch wenn man weit weg ist. Es ist kein Problem, sich auf einem Hochhaus zu verschanzen und die Gegner aus Distanz zu bekämpfen. Buggy inFamousSandbox-Games sind bekannt für ihre Bugs. Je mehr Freiheiten man dem Spieler lässt, desto mehr unerwartete Situationen treten ein. inFamous ist keine Ausnahme, man wird regelmässig mit Fehlern konfrontiert. Hier eine kleine Auswahl:
Wirklich spielzerstörende Bugs habe ich glücklicherweise keine entdeckt. So sind die Fehler eher amüsante Details als echte Probleme. Ein paar negative DingeinFamous ist ein fantastisches Spiel, aber ich möchte trotzdem ein paar spezifische negative Punkte erwähnen, die ich bisher noch nicht angesprochen habe. Um dieses Review nicht unendlich lang werden zu lassen liste ich die Punkte einfach mal ungeordnet auf.
FazitIch habe jetzt gerade eine menge negativer Punkte aufgezählt - das heisst aber nicht, dass das Spiel schlecht ist! inFamous gehört absolut zum Besten, was man auf aktuellen Konsolen kaufen kann, und hat meiner Meinung nach GTA IV als "bestes Sandbox-Spiel" abgelöst. Wer eine PS3 hatte und daran gezweifelt hat, ob sie den Preis wert ist - dieses Spiel gibt die Antwort. Die tolle Grafik, die fantastisch produzierte Industrie-Orchester-Musik, die spannende Geschichte, die epischen Kämpfe und Coles unglaubliche Fähigkeiten machen dieses Spiel zu einem absolut einzigartigen Erlebnis.
Zweite Meinung von DN
Tja, da kann ich mich im Grossen und Ganzen eigentlich nur anschliessen: inFAMOUS ist ein grossartiges Freerun-Superhero-Spektakel, das in allen Belangen zu überzeugen vermag. Es bleibt nur die Frage übrig, wer denn schlussendlich Coles horrende Stromrechnung bezahlen wird. Und wieviel Glück er hatte, in einer Schönwetterperiode seine Abenteuer zu erleben - aber das ist wieder ein anderes Thema. Die Jungs und Mädels von Sucker Punch haben sich ein paar ganz spezielle Features einfallen lassen, die im Vergleich zu anderen Sandbox-Games zu punkten vermögen: Da wäre u.a. der Schild, der später im Spiel freigeschaltet wird. Cole hält den Schild jeweils in Richtung des Kamera-Sichtpunktes, nicht relativ zu seiner Standposition. Einfach, aber genial. Hab ich zumindest noch nirgends sonst gesehen. Auch die Übergänge zwischen Spielszenen und den Comic-Story-Filmen sind meisterhaft gemacht und lassen einen wirklich schönen Flow entstehen. Dabei punkten auch die Ingame-Storyparts wie die Fernsehübertragungen in irgendwelchen HiFi-Läden, wo dann gleich auf einem Dutzend Schirmen in verschiedener Grösse und Raumtiefe z.b. eine Propaganda-Newssendung der Regierung zu sehen ist. Überhaupt präsentiert sich der Look & Feel des Spiels als eine Augenweide und ist absolut einzigartig. Die Kämpfe in den Strassen von Liberty City stechen ebenfalls hervor, sind diese doch um ein Vielfaches rasanter und packender als z.b. in GTA 4. Herumfliegende Autos, ganze Serien von Explosionen und im Gefecht ziemlich clevere Gegner halten einen auf einem permanent hohem Adrenalinlevel - von den gröberen Gegnern und Bossfights gar nicht zu sprechen, welche erst recht monumental gemacht sind. Die flüssige Steuerung Coles tut dazu natürlich ihr Übriges, dahingehend gibt es in meinen Augen eigentlich kaum was auszusetzen. Mir kam die Steuerung wesentlich besser rein als bei GTA4 oder auch als bei Assassin's Creed. Es gibt dabei zwar ab und an ein paar nervige Momente zu überstehen, wenn Cole nicht gleich instinktiv genau dahin langt, wo man ihn gerne haben möchte. Über die gesamte Spieldauer gesehen habe ich dies jedoch nicht wirklich als negativen Punkt erlebt. Je geübter man durch die Stadt rast, desto weniger bleibt man irgendwo hängen. Was das Missionsdesign angeht, möchte ich nochmals auf den Vergleich mit GTA4 zurückgreifen: Die meisten GTA4-Spieler werden es wohl bis zum Banküberfall mit den irischen Jungs geschafft haben. Diese Mission wird mitunter als hervorstechend interessanteste Aufgabe im gesamten Spiel angesehen. Hier vermag inFAMOUS seine Sandbox-Konkurrenz in Schutt und Asche zu quetschen. Die Hauptmissionen warten immerwieder mit tollen, abwechslungreichen und stimmigen Szenarien auf (mehr sei hier nicht verraten), und die Nebenmissionen zur Befreiung der Stadt sind ebenfalls sehr vielfältig und immerwieder interessant. Klar gibt es irgendwann ein paar repetitive Elemente, aber das scheint mir sehr hoch gefasste Kritik an einem Spiel mit derart riesigen Dimensionen. Ein paar Kritikpunkte sehe ich bei einigen Details der Steuerung (wie oben angetönt), z.b. beim Sliden auf den U-Bahn-Geleisen. Da kann es schonmal mühsam sein, auf's richtige Gleis zu gelangen. Sich Fallenlassen ist auch nicht überall top gelöst, aber grosso modo eigentlich durchaus erträglich. Ich persönlich fand das eigentliche Design der Stadt, mal abgesehen von den wirklich originellen speziellen Schauplätzen, etwas eintönig im Vergleich zu GTA4. Letzteres ist zwar eine ironisierte Kopie von NYC und hat demnach ein paar Wettbewerbsvorteile, aber trotzdem hätte ich mir ab und an ein paar charakteristischere Gebäude gewünscht, die wirklich markant hervorstechen, oder eine grössere Vielfalt an Fahrzeugen wie Motorräder, Trucks, Busse oder auch mehr verschiedene Passanten mit mehr Eigenleben. Auch kommen viele der Displays und Fassaden in der Stadt mehrmals vor, was die Orientierung rein aufgrund des City-Explorings etwas schwieriger macht als es sein müsste. Dass keine Fahrzeuge benutzt werden können ist im Sinn der Story absolut logisch, und mir schien gerade im späteren Verlauf des Spiels es eigentlich total überflüssig, selber den Fahrer zu mimen. Was mir da eher gefehlt hat, war eine Art Taxi-Option ähnlich wie in GTA4, wo man schnell zu einem bestimmten Punkt auf der Karte gelangen kann. Es gestaltet sich schon eher langwierig, wenn man in der Stadt weit umhergehen muss, z.B. vom nördlichen zum südlichen Ende. Und zum Schluss noch eine kleine Wunschliste für den (hoffentlich bald erscheinenden) zweiten Teil: Toll wären Szenen im Innern von Gebäuden, und generell ein bisschen mehr "Echte-Stadt-Gefühl" - mit Läden, die man besuchen kann, oder anderen Orten mit etwas mehr Innenleben. Dazu vielleicht noch eine etwas deutlichere "Verzweigung" beim Spielen eines guten oder bösen Cole, wonach sich z.b. auch das Ende anders entfalten würde. inFamous
Positiv
Fantastische Musik und Grafik, Geniale Story, epische Kämpfe, coole Fähigkeiten, sinnvolle Nebenmissionen, keine Ladezeiten Negativ
Ein paar Bugs, Framerate-Probleme, Steuerung könnte etwas einfacher sein, wenig verschiedene Gegner, kein Englischer Text (inzwischen per Update geändert, die Englische Version ist nun auch spielbar)
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.
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