DIRT2
Testbericht | DS

DiRT2

vor 7 Jahren von LKM

Das Autorennspiel-Genre war auf dem DS zunächst eher untervertreten. In den letzten Jahren sind einige gute Autorennspiele für die Mini-Konsole erschienen. DiRT ist zwar kein wirklich mieses Spiel, kann mit anderen DS-Racern aber nicht ganz mithalten und fällt im Vergleich zu den Versionen auf der PS3 und Xbox 360 stark ins Hintertreffen.

Was als erstes auffällt ist der absolut miese Ton. Die Motorengeräusche der Offroad-Fahrzeuge erinnern mich stark an den Vibrator meiner Ex, oder vielleicht an eine elektrische Zahnbürste. Das macht schon mal gar keinen Spass.

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Das Fahrverhalten der DiRT-Spiele wurde einigermassen gut umgesetzt, die Autos sehen aber sehr starr aus und haben aber so gut wie keine Physik; die Räder federn kaum, im Gegensatz zu den "grösseren" Versionen des Spiels. Das stört aber deshalb nicht weiter weil die Rennstrecken allesamt mehr oder weniger flach sind. Ein wichtiger Teil von Offroad-Racern ist das Gefühl, dass man sich ständig an der Kante der Kontrolle befindet; die Unebenheiten der Strecke führen dazu, dass die Räder des Fahrzeugs ständig in der Luft sind und man ununterbrochen damit kämpft, das Auto auf der Strecke zu halten. Die magere Hardware vom DS kann das nicht bieten, die flachen Strecken bieten kaum eine Herausforderung, und bereits beim ersten Versuch driftet man problemlos um alle Kurven.

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Auch absurd ist das Verhalten der Autos, wenn sie gegeneinander stossen: Als ob zwei Gummibälle aufeinandergeprallt wären stossen sich die beiden Boliden gegenseitig ab.

Die Grafik ist für DS-Verhältnisse okay, gewinnt aber sicher keine Preise; besonders die vom Auto aufgewirbelten "Steine" wirken eher lächerlich. Die Autos haben zwar ein Schadensmodell, sichtbar ist das aber nicht. Dafür ist die Framerate konstant hoch. Ausserdem ist die Karte auf dem unteren Screen echt hilfreich und gut gelungen.

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Die Tracks sind eher hässlich, und teilweise sind Hindernisse am Streckenrand nicht gut zu erkennen.

Das Spiel bietet keinen Online-Multiplayer, aber bis zu vier DS-Besitzer können offline mit nur einem Spiel gegeneinander antreten.

Zuletzt bietet das Game auch noch einen gut gelungenen Track-Editor.

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Fazit

DiRT2 gehört nicht zu den besten DS-Racern, wird aber von einem guten Multiplayer-Modus, einer konstant hohen Framerate und einem Track-Editor davor gerettet, in der absolut untersten Schublade zu landen. Für Offroad-Fans ein akzeptables Spiel, für alle anderen gibt's bessere Optionen.


judgementbox
DiRT2
Positiv

Gute Framerate, Track-Editor, Offline-Multiplayer-Modus

Negativ

Fragwürdiges Fahrverhalten, flache Strecken, kein Online-Multiplayer-Modus, Sound ist mies

Alleine spielen: Vermeiden!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Sehr gut!
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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