DOOM CLASSIC - WENN WüNSCHE WAHR WERDEN
Testbericht | iPhone

Doom Classic - wenn Wünsche wahr werden

vor 7 Jahren von DN

Nach dem sehr gelungenen «Wolfenstein 3D», inzwischen via Update mit gratis «Spear Of Destiny»-Episoden, ist diese Woche «Doom Classic» für das iPhone erschienen. Das Spiel läuft butterweich, steuert sich toll und zusammen mit dem Soundtrack kommen Erinnerungen an viel Spass im Jahr 1993 zurück.

In unserem Test zu Wolfenstein 3D für das iPhone hatte ich in einem Absatz gegen Ende des Artikels das grafisch zwar sehr hochwertige, aber spielerisch meiner Ansicht nach eher schwache «Doom Resurrection» kritisiert. Mein Wunsch damals: Bitte bitte das klassische Doom in der Art von Wolfenstein 3D fürs iPhone umsetzen. Und siehe da, es ist wahr geworden: Unterhaltsame Nostalgie-Stunden ahead.

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Back to the roots

Das Spiel ist eine originalgetreue Umsetzung des Klassikers aus den Anfängen der Egoshooter. Sowohl die Anzeige, die Sprites, wie auch die Waffen, der Sound und sämtliche Levels inklusive Bonusepisode, wurden in die iPhone-Version gepackt. Das heisst also dass 36 Missionen darauf warten, bestanden zu werden. Auch die ursprünglichen vier Schwierigkeitsgrade sind erhalten geblieben. Im Original gab es noch einen fünften Modus, der faktisch annähernd unspielbar war. Um rauszufinden, ob dieser unmenschliche Modus es auch auf's iPhone geschafft hat, einfach das Spiel im schwierigsten verfügbaren Grad durchspielen smile

Wem die Munition ausgeht oder wer sonstwie keine Lust hat auf die krassen Knarren später im Spiel zu warten, darf auch die Cheat-Codes von früher verwenden – sogar daran hat ID gedacht. Einfach den Screen mit vier Fingern antippen, und schon geht's los. Die Codes findet Ihr nach einer kurzen Webrecherche ohne Probleme. Hier einer gratis und franko gespendet von wisegamers.ch: IDKFA – für alle Knarren und volle Ammo samt Panzerung.

Smooth durch die Hölle

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Die Controls gestalten sich wie schon in der sehr gelungenen Umsetzung von Wolf flüssig und gut spielbar. Es empfiehlt sich gleich zu Beginn auf das Setting links strafe, rechts drehen und zusätzlich Schussbutton umzustellen. Damit lässt sich sehr präzis und fix Dämonen jagen.

Über die Story muss hier wohl nicht mehr wirklich viel berichtet werden – den meisten geneigten Gamern dürfte klar sein, um was es in etwa geht: Ein einzelner Marine überlebt auf einer Mars-Basis einen überschwemmungsartigen Angriff direkt aus der Hölle, und muss nun versuchen, mit roher Gewalt sich einen Fluchtweg aus verseuchten Mega-Satanszirkel zu suchen.

Nette Portionen

Die Levels gerade zu Beginn des Spiels sind sehr Handheld-freundlich gebaut. Auch sie entsprechen genau den Originalwelten aus dem Jahr 1993, aber gerade die erste zwei Episoden bieten ideale Häppchen für wartende Zugfahrgäste oder Perronbewohner. Die späteren Levels haben es durchaus in sich, werden aber nie allzu extensiv komplex.

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Mit Freunden ins Pentagramm

Auch ein lokaler Multiplayer-Modus hat es ins Packet geschafft. Man darf gegeneinander die Urformen von Deathmatch und ähnlichem erkunden, oder auch miteinander (meiner Ansicht nach spannender) in einem der ersten Co-Op Modi der Geschichte gemeinsam auf Monsterjagd gehen.

Verdikt: Kann man eigentlich gar nicht auslassen, diese CHF 7.70 dürften mehr als gut investiert sein. Kaufen!


judgementbox
Doom Classic
Positiv

Tolle Umsetzung des Originals, detailgetreue Sounds und Grafik, tolle Software

Negativ

Niente I could think of

Alleine spielen: Sehr gut!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Sehr gut!
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

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