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Das neue Guitar Hero Logo - eine DesignnotizLange Jahre waren viele Marken von Spielen und Entwicklerstudios eher verspielt und im Vergleich zum Rest der Markenwelt opulent bis leicht kindlich angehaucht. Guitar Hero ist ein gelungenes Beispiel für die Verbindung des verspielten Elements mit einer gleichzeitigen gestalterischen Aufwertung. Es ist ja nicht so, dass nur in der Videogamebranche eine Vielzahl von ziemlich merkwürdigen oder wenig prägnanten Logodesigns vor sich hingammeln. Solche gibt es auf der ganzen Welt in allen möglichen Bereichen des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens. Auf jeden Fall haben die Leute vom renommierten Designstudio Pentagram in New York dem Konkurrenten von Rock Band eine neue visuelle ID verpasst. Die Idee hinter dem Entwurf ist die teilweise Erhaltung der vorherigen Anmutung mit der gleichzeitigen Systematisierung für Titel wie DJ Hero oder auch Band Hero. Lebte der ursprüngliche Schriftzug von einer eher organisch zusammengewuchert kantigen Ästhetik mit ein paar kompromissartig zerdrückten Lettern wie dem "I" oder dem unteren "R", wirkt der neue Wurf aufgeräumter und doch irgendwie authentisch. Gerade die Entwürfe, die man in einer Design-Präsentation gemeinhin als Proof-Of-Concept beschreibt, bringen gut zum Ausdruck wo die Stärken der neuen Serie von Logos für die Musik-Produkte von Activision liegen. Eine eigene Schrift wurde entwickelt, aus welcher dann die neuen Logos wiederum gestaltet und verfeinert wurden: Ältere Beispiele wie Blizzard oder auch deren Produkt World Of Warcraft bringt zum Ausdruck, was eingangs mit der eher kindlichen Anmutung gemeint war. Handlungsbedarf?Blizzards Logo wirkt irgendwie ein bisschen wie wenn ein Primarschüler in der Zeichenstunde einen total coolen Entwurf für das zukünftige Gamestudio gemalt hätte, das er später mal gründen will. Aber Spass beiseite, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Trotzdem schaut auch World Of Warcraft aus wie ein Gemüsegarten im Sommer. Mehr verschiedene Schriften und opulentere Rahmenelemente wären kaum möglich gewesen. Schön oder nicht schön ist hier weniger die Frage, sondern ob nicht weniger manchmal etwas mehr wäre. Die Videogamebranche gesamthaft gesehen scheint langsam aber sicher ihre Corporate-Design-Kinderschuhe abzulegen und in Bereichen der Markenführung und des Marketings ein wenig erwachsener daherzukommen. Bloss hat Blizzard wohl derart viel zu tun mit dem Zählen ihrer Geldscheine und der Fertigstellung von Diablo 3 samt Starcraft 2, dass eine Überarbeitung des Corporate Designs wohl einfach nicht drinliegt. Schön wäre natürlich, wenn bei der ganzen Entwicklung der visuellen Systeme und Logos in der Videogamebranche der alte Charme nicht komplett verloren gänge, und die Welt der Games auch in Zukunft nicht allzu corporatemässig daherkommen werden. Gelungene Beispiele gibt es einige, so arbeitet beispielsweise EA mit einer jeweils auf die Ästhetik eines Spiels angepassten Version des EA-Logos - einmal blutrot samt Blutspritzern wie bei Dragon Age, und ein andermal wieder anders adaptiert gemäss der Anmutung des jeweiligen Games. Dies ist ein weiteres gelungenes Marken-Konzept für eine sich ständig schnell weiterentwickelnde Branche. Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.
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