DRAGON AGE: ORIGINS – AWAKENING
Testbericht | PS3 | Xbox 360

Dragon Age: Origins – Awakening

vor 7 Jahren von DN

Dragon Age: Origins versorgte Fantasy-Fans und ihresgleichen letzten Winter mit freudenreichen, durchgezockten Nächten und actiongeladenem Morden von allerhand Monsterhorden. Pannenreich und mit vielen Verspätungen und Frustrationen gespickt kamen hingegen die mickrigen Zusatzinhalte für Dragon Age: Origins bis anhin daher. Awakening, die erste grosse Erweiterung, soll diesen Eindruck jetzt korrigieren. Gelingt den neuen Kapiteln der epischen Geschichte der Turnaround?

Die Grauen Wächter kommen nicht zur Ruhe

Die Geschichte von Awakening setzt nach dem Sieg der edlen Landesbeschützer über die Verderbnis ein. Man möchte meinen, dass die Vernichtung des Erzdämons die üblen Gestalten auf ewig in die Erde verbannt hätte. Denkste...

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Bald schon nach der letzten Schlacht mit dem Dahinscheiden des Drachendämons wird das Herzogtum Amaranthine von brutalen Überfällen geplagt, und die stinkenden dunklen Horden gehen dieses Mal besonders clever vor. Es wird sogar gemunkelt, dass ihr Anführer sprechen könne. Kaum hat man sich versehen und entschieden, ob man mit einem neuen Charakter oder (wohl die häufigere Variante) mit dem gestählten Recken aus dem Hauptspiel in die neuen Abenteuergeschichten einsteigen will, steht man auch schon vor einer mächtigen Burg unter Belagerung der üblen Unholde.

Back for no good

Genaueres über das Wiederauferstehen und den Anführer der dunklen Brut herauszufinden, gilt es für die geneigten Spieler daraufhin in den drei komplett neuen und extensiven Hauptquests. Dabei gibt es neue Ländereien und Schauplätze zu entdecken, und allerhand Nebenaufgaben zu erfüllen – wie gehabt also, aber in neuem Glanz und mit neuen Überraschungen gespickt.

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Zu den neuen Orten gehört auch die Küstenstadt Amaranthine im Norden, der man ebenfalls den einen oder anderen Besuch abstatten darf. Und natürlich gibt es auf dem Weg neue Gefährten zum Aufgabeln und etliche Artefakte samt Waffen, die nur darauf warten, von Euch eingesammelt zu werden.

Die Geschichte passt sich dabei schön in die Hauptgeschichte des ersten Spiels ein, mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Nicht mies, aber auch alles andere als essentiell oder gar spannend sind die Nebenquests. Sehr viel einnehmender ist da schon die Schnitzeljagd nach exotischen Zutaten, auf die euch euer durchgeknallter Haus- und Hofschmied schickt.

Die einzigartigen Ausrüstungsgegenstände, die aus den Ingredienzen für Euch entstehen und auf deren Beschaffenheit der Spieler zum Teil auch Einfluss habt, sind eine tolle Motivationsquelle. Sie sorgen allein schon für viele Stunden, in denen man wie ein Zwangsneurotiker mit Freuden unter jeden Stein blickt.

Vigils Wacht

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Die Burg der Grauen Wächter ist der Dreh- und Angelpunkt Eures Wirkens. Hier gibt es schwere und folgenreiche Entscheidungen zu treffen, dazu mehr etwas später. Sehr nützlich ist das «Handbuch der Konzentration», welches für sechs Sovereigns in der Burg vom Händler bezogen werden kann. Mit dessen Hilfe lassen sich die Attribute eines Charakters umbauen und bestimmte fehlinvestierte Punkte besser einsetzen. Dieses Büchlein ist also durchaus Gold wert.

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Der Level-Cap wurde auf 35 erhöht, neue Zauber und Talente sind hinzugekommen und Ausrüstungsgegenstände der Stufe 8 und 9 sorgen für viel Unmut bei den Gegnern. Die neuen Elemente fühlen sich insgesamt gut ausgedacht an, und sind nicht lieblos hingepflanzt worden.

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Bezüglich der Burg gilt es den Umstand nicht zu verschweigen, dass Ihr als Regent folgenschwere Entscheidungen über das Schicksal der Gegend zu fällen habt. Gewichtet Ihr den Schutz der Bauern in Euren Ländereien höher als die Verteidigung der Stadt Amaranthine? Verstärkt Ihr Eure Burg durch das Ausbessern der Mauern? Die Entscheidung liegt bei Euch, die Vergabe der Resourcen bleibt nicht ohne Konsequenzen, und die Entscheidungen sind nicht in Sekunden gefällt. Es lohnt sich, die Amtung als Regent weise zu vollziehen.

Fazit

Der stolze Preis von um die 60 Franken schreit nach einer ordentlichen Rechtfertigung, gerade nachdem die lächerlich kurzen und unverschämt teuren bisherigen Beilagen zu Dragon Age: Origins uns beinahe in dunkle Brut verwandelt haben.

Diese Ehr-Rettung gelingt Awakening zum Glück mit Bravour, die Story ist spannend, die Nebenaufgaben reich an der Zahl und auch sonst gibt es während mindestens 20 Stunden haufenweise neue Abenteuer, Kampfgefährten und Fundstücke zu entdecken.

Das Add-On setzt eine Vollversion des Hauptspiels voraus. Für Xbox 360 gibt es die Erweiterung auf Disc, in Europa erhält man die PS3-Version ausschliesslich per PSN zum Preis von je rund 60 Franken.

Unseren Testbericht zum Hauptspiel findet Ihr hier


judgementbox
Dragon Age: Origins
Positiv

Reichhaltige Fantasykost in gewohnt hochwertiger Manier bezüglich Gehalt, Bild und Ton; für RPG-Fans ein Muss

Negativ

Happiger Preis für ein Add-On, ähliche kleine Schwächen wie das Hauptspiel

Alleine spielen: Sehr gut!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Gibt's nicht.
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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# vor 7 Jahren
hab jetzt awakening das 2te mal durchgespielt, ist wirklich genial, -----blog------, und die wade's quest find ich jetzt nicht so der hammer da man wesentlich bessere sachen findet im spiel


die story ist dafür megacool und es gibt wieder mehrere enden, einfach genial :-) wirklich daumen rauf

Dieser Kommentar wurde nach seiner Veröffentlichung vom Autor nochmals geändert.

mineichenmineichen
 
 


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Dragon Age: Origins
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Von Bioware (Developer), Electronic Arts (Publisher)