CHAOS RINGS
Testbericht | iPhone

Chaos Rings

vor 6 Jahren von LKM

Das iPhone ist die perfekte Plattform für japanische Rollenspiele (JRPGs). Die taktischen Spiele verlangen keine schnellen Reaktionen und keine pixelgenaue Kontrolle der Charaktere. Dank rundenbasierten Kämpfen muss man keine Angst vor dem für Action-Games weniger geeigneten Touchscreen haben. Square-Enix hat dies auch erkannt, und nun ein eigens fürs iPhone entwickeltes JRPG veröffentlicht.

Chaos Rings verzichtet auf eine tiefgründige Story. Kämpfer aus der ganzen Welt werden in Zweierteams von dem mysteriösen "Agent" in eine Arena gebeamt und müssen sich zuerst durch Dungeos kämpfen, und dann gegeneinander antreten. Natürlich ist die Story nicht ganz so oberflächlich, aber sie ist definitiv nicht der Fokus des Spiels.

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Chaos Rings besteht aus vier verschiedenen Elementen, die man in jedem JRPG findet:

  • "Sichere" Bereiche, in denen man mit anderen Charakteren sprechen kann und nicht angegriffen wird
  • Dungeons, in denen man ständig mit Zufallskämpfen konfrontiert wird
  • Einem rundenbasierten Kampfsystem
  • Puzzles

Interessant ist, dass Chaos Rings diese vier Bereiche viel stärker trennt als andere Spiele. Betritt man beispielsweise einen Puzzle-Raum, so wird der Raum klar als solcher angekündigt, und man findet in diesem Raum nur das Puzzle; keine andere Charaktere, keine Zufallskämpfe.

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Diese klare Trennung der einzelnen Spielelemente gibt Chaos Rings ein etwas synthetisches Ambiente. Man fühlt sich nie so, als ob man in dem Spiel eine natürliche Welt betreten würde. Statt dessen wir man dauernd daran erinnert, dass man nur ein Videospiel spielt.

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Relativ schnell findet man das Ende eines Abschnittes und muss warten, bis der näcshte Abschnitt geladen wird. Die Abschnitte sind unzusammenhängend; man wird von Punkt zu Punkt gebeamt und bekommt nie den Eindruck einer grossen, zusammenhängenden Welt. Das Spiel wirkt daher eher eng, und nicht episch wie andere JRPGs.

Kampfsystem

Square-Enix verzichtet in diesem Spiel auf modernere Innovationen. Das Kampfsystem ist ultratraditionell, mit einer eindeutigen rundenbasierten Mechanik. Das ist gut; ein hektischeres Kampfsystem hätte auf dem iPhone womöglich nicht so gut funktioniert.

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Einzige Innovation ist, dass man wahlweise mit beiden Charaktere gleichzeitig angreifen kann.

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Das macht den Angriff stärker, bedeutet aber, dass ein Gegenangriff auch beide Charaktere gleichzeitig treffen kann.

Steuerung

Auf dem iPhone ist die Steuerung immer ein wunder Punkt. Chaos Rings löst dieses Problem glücklicherweise perfekt. Wenn man den Screen irgendwo berührt, erscheint ein virtueller Analog-Stick. Man braucht also nicht speziell auf die Position des Sticks zu achten, sondern kann "blind" spielen.

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Wo dies Sinn macht kann man die selbe Aktion entweder durch einen Knopf auf dem Bildschirm auslösen, oder indem man das von der Aktion betroffene Element direkt berührt. So kann man beispielsweise mit anderen Personen sprechen indem man zu ihnen geht und auf den virtuellen Button drückt, oder indem man direkt mit dem Finger die andere Person berührt.

Sehr gut gelöst.

Fazit

Das interessante Kampfsystem, die hübsche Grafik, die tolle Musik und die sehr gut gelungene Steuerung lassen mich die Schwächen des Spiels schnell vergessen. Definitiv eines der besten aktuell erhältlichen iPhone-Games.


judgementbox
Chaos Rings
Positiv

Einfaches Spielprinzip, auch für Leute verständlich, die seit Golden Sun kein RPG mehr gespielt haben; gute Grafik; gute Steuerung; gutes Kampfsystem

Negativ

Story etwas lahm, die Spielwelt wirkt synthetisch und eng, Performance ist nicht gut auf älteren iPhones

Alleine spielen: Sehr gut!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Gibt's nicht.
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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Chaos Rings
Erhältlich für iPhone
Von Square Enix