ASPHALT 3D
Testbericht | 3DS

Asphalt 3D

vor 6 Jahren von LKM, Aktualisiert: vor 6 Jahren

Nun ist sie also in den Läden, Nintendos neue 3D-Konsole. Ubisoft gehört mit einer ganzen Reihe von Games zu den wichtigsten Supportern des Geräts. Neben Namco's Ridge Racer ist das von Gameloft entwickelte und von Ubisoft publizierte Asphalt 3D das einzige Rennspiel im Lineup. Wirklich überzeugen kann die Burnout-Kopie zwar nicht, mangels Alternativen ist sie Rennspiel-Fans aber trotzdem zu empfehlen.

Die Asphalt-Serie war schon immer eine zweitklassige Burnout-Kopie: nie wirklich mies, aber auch nie auf dem Level des Originals. Diese Eigenschaften zeigt auch die 3DS-Version. Das Spiel ist solide programmiert. Die Grafik ist okay und teilweise sogar recht hübsch, leidet aber unter einer zu tiefen Bildfrequenz. Die Musik ist qualitativ gut, aber zu generisch. Das Design der Rennstrecken ist interessant und abwechslungsreich, aber nie wirklich toll. Die Physik des Spiels ist gut, Driften und Steuern funktioniert toll, aber Crashes sind nach wie vor mies umgesetzt, und oft überlappen die einzelnen Autos, weil das Spiel die Kollisionen nicht ganz korrekt zu berechnen scheint.

Screenshot

Asphalt ist ein Drifting-orientiertes Arcade-Rennspiel, bei dem es weniger um Simulation und mehr um ultraschnelle Rennen und um eng umdriftete Kurven geht. Das Spiel bietet eine Reihe von lizenzierten Autos und Motorrädern, darunter verschiedene interessante Modelle wie ein Tesla Roadster.

In verschiedenen Rennen überall auf der Welt tritt man gegen andere Autos oder gegen die Zeit an; 17 verschiedene Lokalitäten sind im Spiel zu finden. Da die Rennen auf offener Strasse durchgeführt werden, wird man regelmässig mit Verkehr und teilweise sogar mit Polizisten konfrontiert. Trotz realistischem Setting ist Asphalt aber kein realistisches Game; es kommt schon einmal vor, dass man über einen Kicker fährt, der die Autos über ganze Häuserzüge katapultiert.

Screenshot

Das eigentliche Rennen findet auf dem oberen 3D-Screen vom 3DS statt. Der untere Screen wird für eine Übersichtskarte verwendet. Die 3D-Grafik ist hübsch und ab und zu sogar nützlich; Abkürzungen neben der Strecke sind dank 3D-Grafik einfacher zu erkennen, und wer gerne eng um Kurven driftet wird ebenfalls vom 3D-Modus profitieren. Damit lassen sich Distanzen nämlich um einiges besser abschätzen als in einem klassischen 2D-Spiel. Wirklich nötig ist 3D aber nicht, wer den 3D-Modus ausschaltet verpasst nicht zu viel vom Spielgeschehen.

Wie bereits oben erwähnt ist die Grafik hübsch, aber nicht umwerfend. Witzig ist der Turbo-Modus. Lädt man den Booster des Autos ganz auf und aktiviert, so verwandelt sich die Grafik des Spiels in eine Tron-artige Ansicht, bei der die Strassenränder neonfarbig beleuchtet werden. So verliert man trotz hoher Geschwindigkeit die Übersicht nicht. Ein hübsches /und/ nützliches Feature, das von anderen Games gerne kopiert werden darf.

Die Framerate des Spiels ist nicht über alle Zweifel erhaben. Während sie zwar in den meisten Rennen nicht wirklich einbricht und ins Ruckeln kommt ist sie auch nie wirklich gut. 60 Frames pro Sekunde darf man hier zumindest nicht erwarten, und in einigen Rennen wird das Spiel durch die miese Bildrate beinahe unspielbar.

Screenshot

Fahrverhalten und Physik des Spiels sind gut gelungen. Insbesondere Driften funktioniert hier echt toll; Ridge Racer könnte sich in diesem Bereich gerne eine Scheibe von Asphalt abschneiden. Bloss die Crashes sehen einmal mehr einfach nur blöd aus. Asphalt-Entwickler Gameloft sollte hier einmal tief in die Bücher von Burnout-Entwickler Criterion schauen und dieses alte Problem endlich einmal flicken.

Fazit

Unter dem Strich bleibt ein kompetentes Rennspiel, das nirgends wirklich überzeugen kann, aber auch nirgends wirklich mies ist. Für Autorenn-Fans lohnt sich der Kauf mangels Alternativen. Alle anderen sollten wohl auf bessere Optionen warten.

(Asphalt 3D bietet einen lokalen Multiplayer-Modus. Anforderung dafür ist aber, dass alle Spieler eine Kopie des Spiels besitzen. Da diese Voraussetzung dazu führen wird dass die meisten Leute das Spiel niemals im Multiplayer-Modus spielen werden geben wir für diesen Modus keine Wertung. In zukünftigen Reviews werden wir uns—mit Ausnahmen—ebenfalls an diese Regel halten. Ohne Offline-Multiplayer-Modus der mit nur einer Cartridge funktioniert gibt's kein Multiplayer-Review.)


judgementbox
Diverse
Positiv

Akzeptable Grafik, gutes Handling, über 40 Fahrzeuge, 17 Rennstrecken, besser als Ridge Racer (das einzige andere aktuell erhältliche 3DS-Autorennspiel)

Negativ

Framerate teilweise miserabel, Crashes haben seltsame Physik, Musik nervig. Das Spiel ist durch's Band akzeptabel, aber nirgends wirklich überzeugend

Alleine spielen: Nur für Fans.
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Gibt's nicht.
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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