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Meinung | PS3

Nachtrag zum Test: Killzone 2 Co-Op

vor 7 Jahren von DN

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In den vergangenen Tagen hat es sich nun doch noch ergeben, den sozusagen eingeschleusten Kooperativ-Modus von Killzone 2 zu testen. Smi und ich hatten dabei mächtig unseren Spass, und die Sache kann also rezeptfrei empfohlen werden.

Am besten gründet man als Vorbereitung einen Clan (ab der zweiten Erfahrungsstufe in Online Multiplayer freigeschaltet) und lädt die Freunde, die man in's Spiel mitnehmen möchte, in den Clan ein (das Beitreten in ein Spiel funktioniert auch ohne Clan direkt via die Freundesliste). Anschliessend generiert man eine eigene neue Spielkonfiguration und wählt die Optionen "nur für Clanmitglieder" sowie "Bots hinzufügen", letztere am besten gleich in voller Anzahl. Dies garantiert störungsfreies Spiel mit ausschliesslich Freunden und Bots. Man kann dabei frei wählen, auf welcher Seite wer gegen wen spielt. Es ist also auch denkbar, dass 8 gegen 8 Spieler mit je maximal 8 Bots an der Seite gegeneinander in's Feld ziehen (die maximale Anzahl Bots ist auf 16 beschränkt). Eine Person sollte in diesem ganzen Vorhaben, wie angetönt, das Generieren des Spiels als Host übernehmen, die anderen können dann via Clan-Screen direkt bei diesem Host-Spieler einsteigen. Wer im usprünglichen Sinn Kooperativ-Modus spielen möchte, geht einfach zusammen in's selbe Team und spielt dann ausschliesslich gegen Bots. In unserem konkreten Testsetting spielten wir zu zweit mit 6 Bots gegen 8 Maschinen-Infanteristen.

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Die Bots lassen sich wie im Singleplayer-Mode in vier Schwierigkeitsstufen einstellen. Wir haben für unseren Test die Zweitleichteste gewählt, die sich eingermassen bewährt hat für ein paar Runden zum Aufwärmen. Für echte Herausforderungen wählt man da mit Vorteil Stufe 3 von 4, also eine Stufe schwerer als bei unserem Test; wir haben sämtliche Partien gewonnen, wenn auch sporadisch mit etwas Ach und Krach.

Die Bots verhalten sich v.a. beim Verteidigen eines Attentats-Ziels oder einer Sprengladung ziemlich clever, besonders in Acht nehmen muss man sich vor den feindlichen Ingenieuren mit den Schrotflinten. Diese treffen höchst präzise, und Handgranaten finden von Bots geworfen ebenfalls sehr genau in's Ziel. Gleichzeitig weichen sie Granaten oder Raketen sehr geschickt aus. Menschliche Gegner haben andere Stärken und leisten generell härteren Widerstand, aber bezüglich derartiger Präzision muss man sich vor den Maschinenkollegen wirklich in Acht nehmen.

Der eigene Levelfortschritt für das Freischalten von Waffen und Einheitstypen (Medic, Ingenieur, Saboteur, etc.) geschieht bei Killzone 2 Online-Multiplayer via Sammeln von Erfahrungspunkten durch das erfolgreiche Abschneiden in Online-Partien gegen andere Spieler. Dieses Aufsteigen ist im Spiel mit Bots und Freunden (aufgrund möglichen Schummelns für den "echten" Onlinemodus) nicht möglich, man muss also für eine grössere Auswahl an Spieloptionen so oder so sich Online gegen echte Spieler bewähren. Das Spiel mit Bots kann aber auch dahingehend nützlich sein, dass man als Neuling die Spielmodi und Levels schon mal kennenlernt, statt zu Beginn Online mit menschlichen Teilnehmern hundertfach in's virtuelle Gras zu beissen in den ersten harten "Lehrstunden" im "Multiplayer Drillcamp".

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Bezüglich Einstieg gibt es auch zu sagen, dass die Standardklasse mit dem Sturmgewehr und Handgranaten keine Faule-Eier-Ausrüstung darstellt. Und ausserdem kann man im Kampf andere Waffen aufheben, wo ein Gegner oder Mitstreiter das Zeitliche gesegnet hat. Grundsätzlich ist das Einsteiger-Frustpotential begrenzter in Partien mit Freund-Bot-Kombination als Online zu Beginn der Karriere, es geht es gemächlicher zu und her.

In unserem konkreten Fall musste Smi aufgrund bisher fehlender Killzone-Onlinepartien-Erfahrung gezwungenermassen auf der ersten Stufe einsteigen, ich hatte durch ein grosses Mass an Online absolvierten Gefechten bereits alle Klassen freigeschaltet. Aber das Ganze hat trotzdem prima funktioniert, wir hatten ne sehr unterhaltsame Zeit mit den Battles. Sich gegenseitig Feuerschutz geben zu können, oder gemeinsam eine feindliche Stellung zu infiltrieren, macht eben schon höllischen Spass.

Leicht getrübt werden kann die Bot-Shredder-Freude durch ein paar leichte Iditiotien der Maschinen-Kollegen, beispielsweise dann, wenn einer von ihnen im eigenen Team als Attentatsziel ausgewählt wird, und er sich nicht von der Front wegbewegt. Aber sowas kann's geben, allgemein verhalten sich die Robokollegen täuschend ähnlich wie echte Spieler. Dahingehend: Chappeau, Guerrilla. Tolle A.I.-Programmierung.

Was die Gerüchte um einen "echten" Kooperativmodus als DLC angeht hat vor einer Woche das Team von Guerilla nochmals eher die Tendenz geäussert, dass es sowas wohl nicht geben wird für Killzone 2. Schade, schade. Na ja, vielleicht geht's bei Killzone wie bei Motorstorm, und die Gebete der Community werden im nächsten Teil erhört. Wär echt eine grosse Bereicherung. Scheinbar arbeitet GG bereits seit längerem schon an Killzone 3, was zwar nicht explizit, aber durch die Blume einigermassen klar aus den Verlautbarungen seitens GG herauszuhören war in den letzten Monaten.

Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

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