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Unerfreulicher Trend: Onlinepässe für Einmalgebrauch

vor 6 Jahren von DN, Aktualisiert: vor 6 Jahren

Resistance 3 für PlayStation 3 wird mit einem neuen System für Online-Battles ausgeliefert: Nur wer über einen sogenannten «Online-Pass» verfügt, kann sich über das Internet mit anderen messen oder gemeinsam gegen Monsterhorden antreten. Ein einziger Code für einen Pass ist in der Verkaufsversion enthalten. Wer das Spiel von einem Freund ausleiht oder aus zweiter Hand kauft, muss nachzahlen. Das Ziel ist klar: Noch mehr Geld aus den Gamern rauspressen.

Electronic Arts hat schon seit längerer Zeit den Vorreiter gespielt bei solchen Mätzchen, nun zieht Sony mit Resistance 3 nach: Wer sich das Spiel neu kauft, erhält einen Online-Pass. Wer sich das Spiel aus zweiter Hand kauft, muss sich für rund 10 Dollar (bei uns wohl 15 Franken) einen neuen Online-Pass holen im PSN. Wir sagen: Pfui!

Screenshot

Den Schaden tragen sowohl die Gamer, wie auch die Game-Händler. Online-Pässe wird es natürlich nur bei proprietären Shops geben, also entweder direkt bei EA, im PSN bei Sony oder (was wir schon lange kennen) auf dem Live Marketplace bei Microsoft.

Unser Vorschlag geht in eine andere Richtung: Statt jedem x-beliebigen Spiel einen (häufig zweitklassigen und unnötigen — und vor allem geldverschlingenden) Online-Modus anzutackern (Wir berichteten ») wäre es wünschenswert, vollständige Lizenzen zu bewahren.

Sony Computer Entertainment Europe meint dazu:

«Dieses Programm wird Spiel-spezifisch. Die entsprechenden Games enthalten einen Einweg-Registrierungs-Code, dass dem Kontoinhaber durch das Einlösen vollen Online-Zugriff für diesen Titel gewährt.»

Dies ist eine wichtige Initiative, da es unser Engagement für die Verbesserung der Premium-Online-Dienste über unser First-Party-Portfolio beschleunigt.

Oder mit anderen Worten: Eure Kohle reicht uns nicht, wir wollen auch eure Häuser und eure Frauen. Spass. Bloss — lustig ist das eigentlich nicht.

Was kommt in naher Zukunft auf uns zu? Müssen wir bald für das Basis-Spiel, für das letzte Kapitel mit dem Endgegner, den Onlinemodus und für sämtliche Spezialfeatures in Games separat zahlen? Wird der Weiterverkauf oder Verleih an Freunde mit vollem Spielumfang bald der Vergangenheit angehören?

Hoffentlich nicht.

Via Joystiq »

Kommentar dazu auf elhabib »

Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

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# vor 6 Jahren
wörkli pfui !!! vorallem wemmer bedenkt das felli jongi gamed ond halt s gäld ned emmer hend för irgendwelchi (fragwördige) erwiterige oder onlinepäss....
mineichenmineichen
 
 


7444
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# vor 6 Jahren
@mineichen: Du sagst es. Es ist tatsächlich nicht unerheblich, dass ein Spiel für eine Wohnzimmerkonsole neu um die 80, 90 Franken kostet. Man sollte meinen dass dieser Betrag hoch genug ist, um auch den Wert für einen Weiterverkauf zu gewährleisten.
DNDN
 
 


10922
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# vor 6 Jahren
Hier setzt man eindeutig am falschen Ort an... Mäsi du hast wirklich recht, aber ich gehe noch einen Schritt weiter: Ich empfinde es als eine grobe Wertminderung eines Spiels an den Spieler. Wenn die Entwickler so zu Geld kommen müssen na dann gute Nacht! Hoffen wir mal das sich nicht all zu viele daran ein Vorbild nehmen.
Ich denke es ist so langsam an der Zeit das sich die Entwickler ernsthafte Gedanken machen müssen in Bezug auf das Feature Online-Multiplayer. Ich habs schon mal erwähnt und sage es noch einmal: Online-Multiplayer nur noch in Form von Addons (für jene die das auch wollen). Dann sind die Kosten für den MP auch gerechtfertigt. Ich will in erster Lienie ein Spiel für mich mit guter Story und tollen Charaktern und Qualität. Es geht doch, wenn man gewisse Perlen anschaut; und einige kommen ohne riesen MP aus. Ich fand das dermassen schlecht bei Assassins Creed Broderhood z.B. 100% sind nur möglich in Kombination mit dem, sorry, relativ dämlichen Muliplayer-Modus. Ist doch schade und unnötig.
Es gibt nun mal Spieler welche nicht zwingend auf den MP warten. Ich weiss es ist enorm schwierig es bei diesem Thema jedem recht zu machen. Nur weil heute alles online ist heisst das doch nicht, das dann auch zwingend alle das machen wollen/müssen (MP). Es ist mir ein Rätsel warum es sooooo dermassen schwierig sein muss, eine geeignete Lösung für all jene zu finden welche sich gerne mal im Multiplayer rumtreiben.
Und wenn man jetzt den Online Zugang auch noch auf diese Art und Weise begrenzen wird dann hab ich noch weniger Lust mir eines jener Spiele zu kaufen (nur schon wegen des evtl. wiederverkaufs Wertes). Für mich ganz klar keine gute Lösung! Das sollte wirklich anders zu lösen sein!!

Dieser Kommentar wurde nach seiner Veröffentlichung vom Autor nochmals geändert.

StephSteph
 
 


9812
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# vor 6 Jahren
multiplayer als add-on, hmmm habe ich mir noch nie überlegt aber klingt eigentlich ganz gut. nur werden die spiele genau gleich teuer zum programmieren/herstellen sein, ob als add-on oder gleich integriert so wie es heute üblich ist, also warum sollten sie weniger einnahmen machen wollen, wenn sie das ganze MP ja trotzdem entwickeln müssen ? ich glaube das kein hersteller mit deiner idee einverstanden wäre, denn dass würde ja umsatzverlust bedeuten
mineichenmineichen
 
 


7444
1 3 10
# vor 6 Jahren
@mineichen: Ja, natürlich kostet die Entwicklung des MP-Modus gleich viel, bloss würde sich dann der eine oder andere Gamepublisher wohl nochmal überlegen, ob ein solcher überhaupt Sinn macht. Beispiel BioShock oder Dead Space 2: Wer braucht in solchen storylastigen, atmosphärisch dichten Spielen irgendwelche Online-Battles? Ich zumindest nicht.
DNDN
 
 


10922
5 7 12
# vor 6 Jahren
tja denn einten gefällts den anderen nicht
mineichenmineichen
 
 


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6 Kommentare
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