NINTENDO SWITCH: DAS REVIEW
Testbericht | Switch

Nintendo Switch: Das Review

vor 2 Monaten von LKM, Aktualisiert: vor 2 Monaten

Nach dem Misserfolg der Wii U und dem Generationsende der 3DS ist Nintendo in Zugzwang, und hat sich für einen drastischen Schritt entschieden: statt einer TV-Konsole und einer mobilen Konsole gibt es neu nur noch eine Nintendo-Konsole, die beides können soll. Das Resultat ist eine Konsole, die nicht ohne Fehler ist, die ihre zwei Rollen aber besser spielt, als man zunächst denken sollte.

Nintendos primäres Ziel mit der Switch lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Konsolidierung. Bisher musste Nintendo zwei Plattformen unterstützen, eine portable Konsole (aktuell 3DS) und eine TV-Konsole (aktuell Wii U). Das hat zwar positive Aspekte (Der Misserfolg der Wii U wurde durch den Erfolg vom 3DS aufgefangen), aber auch einen enormen negativen Aspekt: Nintendo's Entwicklungspower ist auf zwei Konsolen aufgesplittet.

Vor allem die Wii U hat darunter gelitten. Nintendo's Wii U-Spiele - Games wie Super Mario 3D World, Super Smash Bros., Mario Kart 8, The Wind Waker HD, Splatoon, Super Mario Maker, Super Mario U, oder Pikmin 3 - gehören zu den absolut besten Games der aktuellen Konsolengeneration. Das Problem: andere Entwickler haben kaum Games für die Wii U rausgebracht. Und Nintendo selber kann nicht genügend Spiele produzieren, um zwei Plattformen alleine am Leben zu erhalten.

Die Lösung? Nur noch eine Plattform. Die Switch ist diese Plattform.

Was ist Switch?

Wie kann eine Konsole gleichzeitig eine TV-Konsole und eine portable Konsole sein? Es gibt verschiedene mögliche Antworten auf diese Frage. Nintendo hat sich für die Docking-Antwort entschieden. Einerseits funktioniert die Switch als normale (wenn auch immens grosse) portable Konsole.

Switch als Handheld

Andererseits kann man die Switch in ein Dock stecken, und dann Games auf dem TV spielen.

Switch im Dock

Die Switch hat aber noch einen weiteren Trick auf Lager. Die Controller (Nintendo nennt sie "Joycons") der Switch können entfernt werden, und die Switch kann dann (dank etwas wackligem Kickstand) als eigenständiger kleiner TV funktionieren.

Remove Joycons Joycons

Wie gut funktioniert das alles? Ich habe etwas ambivalente Gefühle zu diesem Ansatz. Einerseits, ja, das alles funktioniert technisch sehr gut, und löst ein echtes Problem für mich (ich kann meine Konsolen-Games auf dem Klo im Bett spielen). Genau dafür habe ich meine Vita: um PS4-Games nicht nur am TV spielen zu können. Bloss: mit der Vita funktioniert das oft mehr schlecht als recht, weil der Bildschirm der Vita im Vergleich zum TV klein und unscharf, und Vita einfach kein vollwertiger Ersatz für einen PS4-Controller ist.

Dieser Aspekt der Switch ist echt genial. Switch ins Dock stecken, Zelda auf TV spielen. Switch aus Dock ziehen, Zelda wechselt sofort auf portablen Modus, und man kann im Bus weiterspielen. Perfekt.

Trotzdem stellt sich die Frage: ist das die beste Lösung? Die Switch hat einen grossen, scharfen Bildschirm, und sobald man am TV spielt, verschwindet der einfach im Dock? Welche Verschwendung! Die Wii U hatte da einen interessanteren Ansatz: der Controller hat einen eigenen Bildschirm, was viele interessante neue Spielmöglichkeiten zulässt, beispielsweise asymmetrische Couch-Multiplayer-Games, bei denen ein Spieler einen eigenen Bildschirm hat, und die anderen sich den TV teilen.

Das alles geht mit der Switch nicht. Schade.

Lynx

Die Switch ist gross. So gross, dass nur der Atari Lynx noch grösser ist.

Am Ende ist die Switch eine gute portable Konsole (aber ziemlich gross), und eine gute TV-Konsole (aber weniger Grafikstark als eine PS4 oder Xbox One).

Game Boy

Hosentaschenkompatibel wie der originale Game Boy ist die Switch damit sicher nicht. Fairerweise muss wohl angemerkt werden: die meisten Leute transportieren ihre portablen Konsolen wohl nicht in der Hosentasche, sondern im Rucksack, und da passt die Switch definitiv rein.

Der Bildschirm

Ein paar Worte zum Bildschirm. Die Switch hat einen 720p-Bildschirm. Es handelt sich leider nicht um einen OLED-Screen, sondern um einen traditionellen LCD; die Schwarzwerte sind also mässig. Der Bildschirm ist scharf und recht hell, aber nicht entspiegelt, was das Spielen in der Sonne mehr oder weniger unmöglich macht.

Im Gegensatz zu 3DS und Wii U hat Nintendo als Touchscreen einen kapazitiven Sensor, die selbe Technologie, welche auch in modernen Handys verwendet wird. Das bedeutet, dass Berührungen mit dem Finger besser erkannt werden. Leider bedeutet das auch, dass präziser Pen-Input wie beim 3DS und Wii U nicht möglich ist. Diese verwendeten einen resistiven Touchscreen, der auf Druck reagiert, und deshalb mit einem feinen Pen bedient werden kann. Auch kann man den Finger nicht mehr auf dem Bildschirm ablegen, ohne den Input zu aktivieren, was mit einem resisitiven Touchscreen möglich war.

Der Wechsel war vermutlich unvermeidbar, und der resisitive Touchscreen in früheren Nintendo-Konsolen war eine populäre Kritik an Nintendo. Weshalb verwendet Nintendo diese veraltete Touchscreen-Technologie? Ich persönlich bin nicht nur glücklich über den Wechsel. Dass präzise Pens nicht mehr unterstützt werden bedeutet, dass viele interessante Games von der alten Nintendo-Konsolen auf dem Switch nicht funktionieren können. Art Academy oder das geniale Flipnote Studio sind für mich hier die besten Beispiele - ohne Pen funktionieren diese Games schlicht nicht.

Vergleich Bildschirmgrösse

Mit 6.2 inch Bildschirmdiagonale schlägt die Switch übrigens nicht nur 3DS, 3DS XL, und Vita, sondern auch beinahe alle Mobiltelefone. Nur ganz extreme Beispiele wie das Huawei P10 Max können da ganz knapp mitziehen.

Speicher

Wie alle modernen Konsolen verfügt die Switch über einen Online-Store, und Nintendo wäre vermutlich nicht unglücklich darüber, wenn möglichst viele Games im Online-Store gekauft werden, weil der Profit dann nicht mit unzähligen Zwischenhändlern geteilt werden muss. In diesem Kontext muss man sich schon fragen, weshalb Nintendo der Switch nicht mehr Speicher spendiert hat. Die Switch kommt mit gerade mal um die 25GB freiem Speicher. Zelda alleine nimmt, falls man es online kauft, 13.4 GB davon für sich in Anspruch. spätestens wenn man zwei grössere Online-Games gekauft hat, ist mit Speicher also Schluss. Das ist echt erbärmlich.

Glücklicherweise ist die Lösung einfach. Die Switch akzeptiert Micro-SD-Karten. Und weil Speicher unterdessen so billig ist, dass man sich echt keine Gedanken mehr darum machen sollte, habe ich mich für die Vorschlaghammer-Methode entschieden, und der Konsole eine 256GB-Karte spendiert.

Memory

Damit sollte das Speicher-Problem ein für alle mal erledigt sein, und ich muss mir nie mehr Gedanken um mangelnden Platz machen. Ich empfehle übrigens, das selbe Problem bei der PS4 auf die selbe Art zu lösen. Interne Disk raus, grösstmögliche Disk rein, fertig.

Kauft man sich Switch-Games im Laden, kommen sie auf einem kleinen proprietären Speichermedium, welches ungefähr wie eine SD-Karte aussieht. Es ist unklar, wie viel Speicher die Karten bieten, sie sind aber zumindest nicht rückwärtskompatibel mit 3DS oder DS-Games. Man sollte also besser nicht versuchen, ein 3DS-Game in den Switch zu stecken. Zumindest subjektiv lässt sich aber sagen, dass die Cartridges relativ schnell sind. Die Ladezeiten in aktuellen Switch-Games sind zwar merkbar, halten sich aber in einem akzeptablen Rahmen.

Batterie

In unseren Tests hielt die Batterie beim Spielen von Zelda rund zweieinhalb bis drei Stunden. Das ist akzeptabel, aber definitiv nicht toll. In diesem Kontext muss man fairerweise erwähnen: rund drei Stunden Batterielaufzeit entspricht in etwa dem, was 3DS und Vita bei anspruchsvollen Games bieten. Die Batterielaufzeit der Switch ist also nicht überwältigend gut, aber auch nicht schlechter als das, was vergleichbare Plattformen bei vergleichbar anspruchsvollen Games bieten. In Vergleichstests schneidet die Switch teilweise sogar recht gut ab.

Tatsächlich ist die verbaute 4310 mAh-Batterie etwa doppelt so gross wie das, was man in einem durchschnittlichen Handy findet. Das iPhone 6S Plus kommt beispielsweise mit einer eher mageren 2,750 mAh-Batterie.

Zumindest wenn's zum Laden der Batterie kommt, hat Nintendo hier eine ganz klar positive Entscheidung getroffen, welche die Batterielaufzeit zumindest teilweise rehabilitiert. Wenn ich zu Hause spiele, sind meine Konsolen eh meistens eingesteckt, und die Batterielaufzeit kümmert mich nicht. Wenn ich im Flugzeug oder Zug spiele, dann ist Batterielaufzeit relevant. Nintendo hat in der Switch - im Gegensatz zu früheren Konsolen - keinen proprietären Anschluss verpackt, sondern einen Standard USB-C-Anschluss spendiert. Das bedeutet, dass man in jeden beliebigen Shop gehen und sich ein USB-C-Batteriepack kaufen kann, welches die Switch auf längeren Reisen am Leben behält (wobei angemerkt werden muss, dass nicht alle Batteriepacks genügend Energie liefern, um die Switch zu laden, während sie am laufen ist).

USB-C löst übrigens endlich das grösste USB-Problem: der Stecker hat keine fixe Orientierung, und kann "verkehrt herum" eingesteckt werden. Diese Situation sollte also nicht mehr vorkommen:

USB Drehen

Und noch ein nettes Detail: geht der Konsole der Saft aus, versetzt sie sich selber in den Schlafmodus. Steckt man die Konsole ein, spielt man dort weiter, wo man aufgehört hat, der Spielstand geht nicht verloren.

Controller-Details

Im Gegensatz zu allen anderen Nintendo-Konsolen hat die Switch kein D-Pad. Statt Steuerkreuz wurden hier links vier normale Knöpfe verbaut. Grund dafür ist, dass diese Knöpfe als A, B, X und Y verwendet werden, wenn man die Joycons von der Konsole entfern. Weshalb Nintendo hier keine bessere Lösung finden konnte, ist unklar. Hey, Nintendo, werft mal einen Blick auf das D-Pad der Sony-Konsolen, das wäre doch vielleicht eine gute Inspiration. Wer trotzdem ein richtiges D-Pad will, kann den Pro Controller kaufen.

Xbox One Controller und Pro Controller

Der Pro Controller ist dem Xbox One Controller so ähnlich, dass man sich beinahe fragen muss, ob die beiden Controller mit der selben Plastikform hergestellt wurden.

Der Pro Controller wurde übrigens sofort mein absoluter Favorit aller Controller der aktuellen Generation. Er sieht gut aus, passt in meine Hände, als ob Nintendo ihn eigens für mich entwickelt hätte, und fühlt sich toll an. Einziges Problem: wie die Switch auch hat hat keine analogen Schulterknöpfe, nur zwei digitale Knöpfe (L, R, ZL, ZR) auf jeder Seite. Vor allem für Autorennspiele eine sehr dubiose Entscheidung.

Screenshot

Die Konsole selber kommt in zwei Versionen, eine mit grauen Joycons, und eine mit farbigen Joycons. Die korrekte Entscheidung ist hier natürlich die Version mit den farbigen Joycons.

Joycon-Controller Joycon-Controller mit Lade-Option

Mitgelieferter Joycon-Controller ohne Ladeoption, und separat erhältlicher Joycon-Controller mit Ladeoption

Im Konsolen-Modus kann man die Joycons auf einen Controller stecken, der dem Pro-Controller ähnlich sieht, aus absolut nicht nachvollziehbaren Gründen aber keinen USB-Anschluss hat. Mit anderen Worten, die Joycons können nur geladen werden, wenn man sie auf die Switch steckt, oder den separat erhältlichen Joycon-Controller mit Ladegerät kauft. Weshalb Nintendo überhaput einen Joycon-Controller ohne Ladegerät herstellt und mit der Switch mitliefert, ist eines der letzten grossen Mysterien der Menschheit.

Übrigens, an dieser Stelle habe ich einen kleinen Tipp: steckt die Joycons nicht versehentlich verkehrt auf Switch oder Controller. Minus ist links, Plus ist rechts. Steckt man sie verkehrt auf, bringt man sie kaum mehr vom Gerät, und kann Joycon oder Gerät potentiell kaputt machen.

Die Joycons haben einen Bewegungssensor, der in etwa auf dem Level der Wii U ist; ob das wirklich nötig war, sei dahingestellt. Aus den Socken haut Nintendo damit sicher niemanden, und vom HD-Rumble hab ich beim Spielen auch nicht viel bemerkt. Laut Nintendo soll das Rumble-Feature der Switch speziell präzise sein. Für mich vibriert das Ding einfach, ich bemerke daran nichts besonderes.

Entfernt man die Joycons von der Switch, oder verwendet man einen Pro Controller, sind sie wireless mit der Switch verbunden. In meinen Tests hat das perfekt funktioniert, sogar über grössere Distanzen. Auch mit zehn Metern Entfernung und durch eine Wand konnte ich die Switch kontrollieren, was vor allem im TV-Modus wichtig sein kann.

Ein letztes Detail zu dem Controllern: da die Joycons am Switch angesteckt werden müssen, und gleichzeitig als eigenständige Controller verwendet werden, war Nintendo in der Anordnung der Buttons sehr limitiert. Alles in allem funktioniert die Anordnung am Ende nicht schlecht, aber einige Probleme bestehen. So sind die Buttons auf der rechten Seite direkt über dem rechten Analog-Stick angebracht. Drückt man die Buttons, muss man den Daumen über den Analog-Stick legen. Mich hat das während dem Spielen zwar nie gestört, Nintendo hat das Problem mit dem Pro Controller aber trotzdem gelöst: dort ist der rechte Analog-Stick versetzt angebracht, was eine ergonomisch viel bessere Lösung ist.

Switch User Interface

Nintendo hat traditionellerweise sehr spielerische User Interfaces. Es gibt Hintergrundmusik, 3D-Effekte, viele Farben... die Switch geht da in eine komplett andere Richtung und erinnert eher an Google's Material Design. Alles ist flach und modern.

Screenshot Screenshot Screenshot Screenshot

Wie gut dieses UI funktionieren wird, wenn man ein paar Duzend Games auf der Konsole hat, wird sich noch zeigen müssen. Bisher ist es zumindest eine ziemlich eindrückliche Wandlung von Wii- und 3DS-Zeiten. Vom kindlichen UI-Design dieser Konsolen findet man auf der Switch nicht mehr viel.

Dafür hat Nintendo ein paar coole neue Features eingebaut. Besonders nett ist der Screenshot-Knopf. Passiert was cooles auf dem Bildschirm? Drück den Knopf, und du hast auf der SD-Karte einen Screenshot gespeichert. Das Spiel wird nicht unterbrochen, man muss nicht in irgend ein Share- oder Foto-Menu gehen. Ein Knopf, einmal drücken, fertig. Perfekt.

Besonders eindrücklich ist das Sound-Design der Konsole. Hintergrundmusik gibt es zwar (zumindest in der aktuellen Version) noch nicht, aber alle Buttons und Animationen sind von minutiös orchestrierten Effekten untermalt. Hier hat sich jemand bei Nintendo verwirklicht, und das Resultat ist echt fantastisch.

Games und Power

Oh, das hätte ich beinahe vergessen: die Switch ist ja eine Konsole, und da gibt's Games, und wir wollen alle wissen, wie gut die aussehen. In einem Wort: gut. Die Switch ist sicher die grafisch eindrücklichste portable Konsole auf dem Markt.

Hier ein paar Screenshots von The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Screenshot Screenshot Screenshot Screenshot Screenshot Screenshot

Dass ein Launch-Game (nota bene ein Port eines Wii-U-Games) derart toll aussieht, und absolut butterweich läuft, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft der Switch.

Eines muss aber ganz deutlich gesagt werden: die Switch ist keine PS4 Pro. Die Switch ist noch nicht mal eine PS4, oder eine Xbox One. Mit 4GB RAM und einem eigens hergestellten Tegra-Controller von Nvidia ist die Switch zwar durchaus in der Lage, grafisch eindrückliche Games zu rendern. An die grafische Fähigkeit einer PS4 oder Xbox One wird die Switch aber nie auch nur annähernd kommen.

Zuletzt ein Wort zu den Launch-Games. Die Switch überzeugt nicht gerade durch die schiere Anzahl an Lanuch-Titeln, dafür stimmt die Qualität. The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist nicht nur wunderschön, wie oben zu sehen, sondern meiner Meinung das beste 3D-Zelda aller Zeiten (sorry, aber Link's Awakening bleibt mein Zelda-Favorit, wenn wir 2D-Games miteinbeziehen), und wird definitiv auf vielen Game of the Year-Listen dieses Jahres ganz oben stehen. Besser geht's schlicht nicht; Breath of the Wild ist so perfekt, wie ein Videogame im Jahr 2017 nur sein kann.

Im Online-Store der Switch findet man Fast RMX, ein Wipeout-mässiges Racing-Game vom deutschen Game-Entwickler Shin'en. Nach dem Ende von Studio Liverpool und Nintendo's dickköpfiger Verweigerung eines neuen F-Zero-Games ist die Fast-Serie von Shin'en aktuell der beste Anwärter auf den Titel der besten futuristischen Racing-Serie.

Wer Mega Man vermisst, findet auf der Switch Hilfe: gleich zwei Shovel-Knight-Games sind im Online-Store zu finden. Und mit Super Bomberman R gibt's ein geniales Party-Game für bis zu acht Spieler.

Ah ja, und dann gibt's auch noch 1-2-Switch. Ich erwähne das hier einfach mal, damit es erwähnt ist. Kauft euch das aber definitiv nicht, bitte.

Neben diesen Spielen sind ein paar weitere Titel auf der Launch-Liste zu finden, alles in allem ist es aber keine Liste, die die Switch zu einem Muss macht. Hier muss man sich vor allem eins fragen: was zum Teufel, Nintendo? Sorry, ich spreche hier mal kurz direkt mit Nintendo, falls Du diesen Artikel liest und nicht Nintendo bist, darfst Du den nächsten Abschnitt überspringen. Das ist zwischen mir und Nintendo.

Was zum Teufel ist bei euch los, Nintendo? Ihr hab den besten Spiele-Katalog aller Zeiten. Vom NES über den Game Boy über den SNES über N64, 3DS, GameCube, Wii, ja, sogar der Virtual Boy hatte geniale Games... Ihr habt Zugriff auf tausende und tausende von genialen Games. Und ihr gebt uns davon, einen, zwei Titel jede Woche in eurer nutzlosen Virtual Console? Was zum Teufel? Hier ist ein Gratis-Tipp: Netflix für Videogames. Stellt alle eure Games in die Virtual Console. ALLE. Verlangt einen Abo-Preis. Verlangt 20 Franken im Monat für Zugriff auf den Games-Katalog. Und dann lasst mich eure Games spielen. Alle! Nicht zwei neue Games jede Woche! ALLE! ICH WILL EUCH GELD GEBEN! ERLAUBT MIR BITTE, EUCH GELD ZU GEBEN! WESHALB ERLAUBT IHR MIR NICHT DASS ICH EUCH MEIN GELD GEBE?!?

Sorry, ich hab kurz meine Geduld verloren. Zurück zum Review der Switch.

Ein kleines Detail zu den Games: da sie so klein sind, hat Nintendo sie mit einem Bitterstoff getränkt. Das soll Kinder davon abhalten, die Games zu essen. Ich hab mal an einem Game geleckt und war ein bisschen enttäuscht. Als Salatdressing eignen sich die Games definitiv nicht. Hier muss man aber auch anmerken, dass nicht alle Menschen die selben Rezeptoren für Bitterkeit haben, und die Spiele anderen Gamern womöglich viel bitterer vorkommen als mir.

Fazit

Die Switch erfüllt ihr Soll. Sie ist eine tolle, wenn auch sehr grosse, portable Konsole, und eine adäquate TV-Konsole. Sie hat ein paar fragwürdige Features (beispielsweise den mitgelieferten Joycon-Controller ohne Lademöglichkeit) und ein paar geniale Features (Konsole aus dem Dock ziehen, und das Spiel wechselt nahtlos von TV auf portablen Modus). Und sie kommt dank Breath of the Wild mit einem absoluten Killer-Launchtitel (der aber auch auf der Wii U veröffentlicht wird).

Muss man die Switch haben? Für alle Zelda-Fans ohne Wii U ist die Antwort ein klares Ja. Alle anderen können gerne noch ein bisschen warten und schauen, wie sich die Spiele-Situation entwickelt. Spätestens wenn Games wie Pokémon, Splatoon 2, Super Mario Odyssey, PIkmin 4, oder Fire Emblem Warriors erhältlich sind, dürfte die Kaufentscheidung dann leichter fallen.

Wer bereits jetzt zuschlagen möchte, findet die Switch bei unserem Partner Softridge.


judgementbox
Diverse
Positiv
  • Gute portable Konsole und adäquate TV-Konsole in einem
  • Legend of Zelda: Breath of the Wild ist fantastisch
  • Pro Controller ist genial
  • Grafikleistung ist gut
Negativ
  • Batterie könnte länger halten
  • Bildschirm ist nicht entspiegelt und in hellem Sonnenlicht nicht gut sichtbar
  • Ziemlich gross für eine portable Konsole
  • Grafikleistung kann mit PS4 und Xbox One nicht mithalten
Alleine spielen: Nur für Fans.
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Nur für Fans.
Mit Freunden im Internet spielen: Nur für Fans.
Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


Das könnte dich auch interessieren:


Abonniere Kommentare zu diesem Artikel.ch als RSS-Feed
Flipnote Studio
Erhältlich für Nintendo DS
Von Nintendo
Art Academy: First Semester
Erhältlich für Nintendo DS
Von Nintendo