PIXELJUNK EDEN
Testbericht | PS3

PixelJunk Eden

vor 4 Jahren von SW, Aktualisiert: vor 4 Jahren

Q-Games`s PixelJunk sollte wohl jedem ein Begriff sein. Das kleine japanische Entwicklerstudio ist bereits für andere sehr gelungene und kreative Games verantwortlich. 2009 wuchs die Spielereihe PixelJunk mit dem Titel Eden um ein weiteres Familienmitglied. Wird nun endlich Zeit die hypnotische Pollenjagd genauer unter die Lupe zu nehmen!

Die Einfachheit ist das Komplexe

Keine Sorge liebe Allergiker, diese Pollenjagt hat keine ungemütlichen Nebenwirkungen, auch wenn sie schon drei Jahre alt ist. Ausser mit einer grösseren Suchtgefahr hat man nichts zu befürchten. Aber warum eigentlich? Das Spiel kommt mit gerade mal zwei Tasten aus plus einem "Sixaxismove". Grafisch kommt Eden in schlichtem 2D mit Neonlock daher. Doch genau diese Einfachheit ist so genial – und überraschenderweise vielfach auch recht fordernd. Doch schön der Reihe nach. Erst mal ein kleiner Trailer zum Aufwärmen:

Der kleine Grimp

Ihr seit als kleiner Grimp, unterwegs mit einem einfachen Ziel: Eueren eigenen Garten Eden gedeihen zu lassen. Cool, der Garten Eden ist gleichzeitig auch das Hauptmenü und wird mit der Zeit immer schöner. Die Suche dreht sich um die Spectras, leuchtend schöne Objekte welche für den Wachstum unseres Gartens von Nöten sind. Mit dem wachsenden Garten bekommen wir auch wieder Zugang zu weiteren Gärten, in welchen sich weitere Spectras verbergen. Die Steuerung unseres kleinen «Spiderman» kommt wie schon erwähnt sehr einfach daher und ist rasch erlernt. Mit dem Joystick bestimmt man die Richtung, mit dem X-Button (und auch allen anderen) springt man hoch. Bleibt man auf X, erscheint ein Seidenfaden mit welchem wir uns herum schwingen können. Deswegen wird das Spiel auch gerne als «Jump'n'Swing» bezeichnet. Übrigens ist Grimp eine Wortkombination aus den englischen Wörtern «Grip» und «Jump» (greifen und springen).

Das Spielprinzip

Die begehrten Spectras finden wir natürlich nicht gleich auf Bodenhöhe. Der einzige Weg dahin führt über die Planzen nach oben. Mit dem Einsammeln von Pollen und ihrer DNS, wachsen bis dahin noch leere Keime zu Pflanzen heran, welche uns die Gelegenheit bieten, weiter nach oben zu kommen. Klingt einfach, ist es meistens auch. Die Schwierigkeit besteht meist in Fehlsprüngen. Gerade wenn man oben ist und dann weit hinunter fällt, kann das ganz schön ärgerlich sein. Da es aber nie am Spiel selbst liegt, in dem es zum Beispiel mit unfairen Aktionen einem zum Absturz bringt, ist das Ganze nicht so arg fustrierend.

In späteren Gärten treffen wir dann auch noch auf Gegner, welche mit einfachen Taktiken wirksam zu besiegen sind. Insgesammt gibt es zehn Gärten, in welchen je 5 Spectras verborgen sind.

Screenshot Screenshot Screenshot

Übrigens können sich noch zwei weitere Mitspieler einklinken und «mitturnen». Auf jeden Fall empfehlenswert!

Technik und Sound

Wie üblich bei den PixelJunk Games kommt auch Eden in Full HD (1080p) daher. Das macht einen guten und sehr flüssigen Eindruck. Auch die Physik kommt nicht zu kurz. Fällt man auf eine Pflanze, so gibt sie etwas nach, und man kann die Beschleunigung nutzen, um zum Beispiel einen etwas grösseren Sprung zu machen.

Zu jedem Garten gibt es übrigens einen passenden Soundtrack. Der ist zwar wirklich super gelungen und passt perfekt zu den Gärten, doch mit der Zeit wird die Wiederholung dann doch etwas langweilig.

Fazit:

PixelJunk Eden ist ein sehr erfrischendes Game wenn man sich auf diese Art von Jump'n'Run (Swing) einlassen kann. Sucht man ein actionlastiges Spiel, ist man hier falsch. Eden ist nun mal eher ein ruhiges, melancholisches Spiel, ähnliche wie Flower. Genau dieser eingeschlagene Weg gefällt mir aber ausserordentlich.

Ich habe mir echt lange überlegt ob ich den Award vergeben soll. Letztlich kam ich aber zum Schluss: Es fehlt leider ein kleines Quentchen gewisses Etwas dafür. Dennoch klare Kaufempfehlung für Gamer, welch sich auf ein kleines und spezielles Spiel einlassen können. Erhältlich übers PSN.

judgementbox
Positiv

Wunderschöner und butterweicher Neonstyle, perfekter und fast hypnotischer Electro Soundtrack, einfache Steuerung, einzigartiges Design, Sofa Koop für bis zu drei Personen, guter Umfang, grosse Suchtgefahr, Online-Highscorelisten, es lassen sich Videos vom eigenen Können aufzeichen und speichern

Negativ

Kein Onlinemodus, Kamara kann beim Mehrspieler manchmal etwas verwirrend sein, Sound kann mit der Zeit langweilig werden

Alleine spielen: Sehr gut!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Sehr gut!
Mit Freunden im Internet spielen: Gibt's nicht.
Du kannst SW, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

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