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Studie: Videogames sind unbedenklich

vor 6 Jahren von DN, Aktualisiert: vor 6 Jahren

Immer und immer wieder in den letzten Monaten gab es politische Regungen und Profilierungsversuche auf Kosten der Medien- und Spassfreiheit. Ein hochinteressanter Fernsehbeitrag zum Thema Zusammenhang von Gewalt und Videogames hat uns aufhorchen lassen. Wird der unsinnige Begriff «Killergames» nun endlich bald wieder verschwinden?

Screenshot

Neben Call Of Duty nach wie vor einer der beliebtesten Egoshooter auf dem PC: «Counterstrike» Bild: Zweites Deutsches Fernsehen

Aus dem Beitrag von ZDF:

«Littleton, Erfurt, Winnenden - drei Orte, die wohl für immer mit Amokläufen verbunden sein werden. Bei den Untersuchungen der Fälle hieß es stets, bei den Tätern seien gewalthaltige Computerspiele gefunden worden. Ein gefundenes Fressen für Medien und Experten, die in den Spielen einen Auslöser für den vielfachen Mord sahen. Eine neue Studie der Universität Bremen kommt jedoch zu dem Schluss, dass zwischen den Spielen und den Amokläufen kein direkter Zusammenhang besteht.»

Weiter spricht der verantwortliche Wissenschaftler Dr. Thorsten Fehr von folgenden Fakten: «Die Datenauswertung lieferte ein überraschendes Ergebnis: Die Verarbeitung gewalthaltiger virtueller und realer Darstellungen findet demnach in völlig verschiedenen Regionen des Gehirns statt.»

Na ja, so überraschend finden wir das Ergebnis nicht, im Gegenteil. Bloss sehen das gewisse Politiker und andere Fanatiker anders. Hoffen wir mal, dass sich möglichst viele «Ungläubige» den Beitrag im TV angeschaut haben.

Man verzeihe uns die etwas vereinfachte Ausdrucksweise in der Einleitung. Anhand der von ZDF dokumentierten Studie wird klar, dass reale Gewaltdarstellungen und virtuelle Formen der Darstellung komplett unterschiedliche Gehirnregionen aktivieren. Im Gehirn gibt es also keinen messbaren Zusammenhang.

Oder wie es im Artikel von ZDF dargestellt wird: «Diese Entdeckung spricht für die Annahme, dass langjährige Nutzer von gewalthaltigen Spielen sehr deutlich zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Die Studie lässt somit nicht den Schluss zu, dass psychisch gesunde junge Menschen durch eine langjährige Beschäftigung mit entsprechenden Spielen automatisch gewaltbezogene Handlungskonzepte von der virtuellen auf die reale Welt übertragen.»

Herzlichen Dank an das Zweite Deutsche Fernsehen für den wirklich gelungenen Beitrag, sehr lesenswert — seit langem die erste differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema auf einem grossen öffentlichen Medienkanal.

Das Video zum Artikel findet ihr hier »

Via marken-positionierer.ch — Danke Andy!

Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

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