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PSN-Rückkehr hat begonnen

vor 5 Jahren von LKM, Aktualisiert: vor 5 Jahren

Das PSN ist aktuell in den USA bereits wieder online, und wird in Europa jetzt gerade in verschiedenen Ländern wieder aufgeschaltet. In der Schweiz funktioniert es noch nicht, bald soll es aber so weit sein.

Wer sich aktuell in der Schweiz ins PSN einloggt, wird zu einem System-Update aufgefordert. Das kann bereits installiert werden, danach ist aber immer noch tote Hose; ins PSN einloggen oder das Passwort ändern kann man noch nicht.

Sony wird über Twitter ankündigen, wann die einzelnen Länder aufgeschaltet werden.

Sony-CEO Kazuo Hirai hat sich in einem Video an alle PS3-Besitzer gewendet. Er informiert persönlich darüber, was gerade abläuft:

In den USA hat Sony allen PSN-Benutzern einen Schutz vor Identitäts-Diebstahl angeboten. Ob etwas ähnliches in Europa angeboten werden wird ist noch offen.

Noch offen ist auch, welchen Einfluss der Ausfall auf Spiele-Entwickler hatte. Für uns Gamer ist es nicht besonders schlimm, wenn wir ein paar Wochen lang keine PS3-Online-Spiele spielen können. Für Spiele-Entwickler wie Valve oder Bethesta sieht das ganz anders aus. Die Verkaufszahlen von Spielen wie Portal 2 oder Brink haben vermutlich darunter gelitten, dass diese Spiele zum Launch-Datum auf der PS3 nicht online gespielt werden konnten.

Michael Pachter, Börsenspezialist von Wedbush Securities, hält es für möglich, dass es zu Gerichtsfällen kommen könnte. Die Gewinnchancen gegen Sony wären gemäss Pachter aber eher klein.

It is possible that they could claim some kind of 'detrimental reliance' on Sony's keeping the network up and running, Sony could likely argue 'force majeure' (a major catastrophe beyond their control) as a defense.

Es ist möglich, dass Entwickler Sony wegen entgangenen Einnahmen verklagen könnten, Sony könnte aber dagegen argumentieren dass der PSN-Hack eine grössere Katastrophe ausserhalb Sony's Einfluss war, und Sony daher nicht für die entgangenen Einnahmen verantwortlich ist.

Die entgangenen Einnahmen sind übrigens nicht gerade klein. Chris Svensson von Capcom hat Edge anvertraut, dass Capcom durch den PSN-Ausfall "Hunderttausende bis Millionen von US-Dollars verloren hat".

As an executive responsible for running a business, the resulting outage [is] obviously costing us hundreds of thousands, if not millions of dollars in revenue that were planned for within our budget. These are funds we rely on to bring new games to market for our fans.

Gamer werden aber aktuell gerade wenig Sympathie für Capcom aufbringen können. Während die meisten Spiele während dem PSN-Ausfall wenigstens im Offline-Modus weiter funktioniert haben, weigern sich viele Capcom-Games seit dem 20. April zu starten. Capcom verwendet ein DRM-System, welches zuerst über das PSN testet, ob das Spiel bereits auf einer anderen PS3 am laufen ist. Und weil das PSN nicht online ist, lassen sich diese Spiele gar nicht erst starten.

Gut gemacht, Capcom. Statt Raubkopierer aufzuhalten wurden so einmal mehr ehrliche Kunden bestraft, während Raubkopierer im letzten Monat vermutlich fröhlich weiter ihre gehackten Versionen dieser Spiele gespielt haben.

Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.

Bilder


# vor 5 Jahren
Capcoms Ansatz mit dem DRM-Check ist gelinde gesagt eine Frechheit. So gesehen hatte der Ausfall vielleicht auch was gutes: Capcom wird sich hintersinnen müssen, wenn sie nicht den gesammelten Ärger der Gamerschaft über sich ergehen lassen wollen.
DNDN
 
 


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