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Meinung | PS3 | Xbox 360

[GC 2012] DMC Devil May Cry (hands-on)

vor 5 Jahren von LKM, Aktualisiert: vor 4 Jahren

Als Capcom nach einem westlichen Entwickler für den Reboot der populären Devil May Cry-Spieleserie suchte, hätte wohl kaum jemand darauf getippt, dass gerade Ninja Theory dafür ausgewählt würde. Ninja Theory ist ein interessanter Entwickler, der bisher bloss zwei grössere Spiele herausgebracht hat: Heavenly Sword und Enslaved: Odyssey to the West. Beide waren kommerziell keine enormen Erfolge.

Schaut man sich das Ganze aber etwas näher an, wird Capcom's Entscheidung klarer: Heavenly Sword und Enslaved sind trotz dem Misserfolg am Markt nicht nur fantastische Spiele, sondern auch perfekte Vorreiter für ein neues Devil May Cry. In Heavenly Sword hat Ninja Theory gezeigt, dass das Studio die Kunst der dynamischen Kämpfe aus der Luftperspektive beherrscht. In Enslaved zeigte das Studie Kino-reife Szenen, und eine tolle Geschichte.

All diese Zutaten vermischt Ninja Theory nun zu einem neuen Spiel. Mit der gewohnt guten Grafik und einer gehörigen Prise Dante (dem Held des Spiels) kommt am Ende ein Gericht auf den Tisch, das jedem Gamer fein schmecken sollte.

An der Gamescom konnten wir das neue DMC anspielen, und was wir gesehen haben, hat uns gefallen. DMC-Fans kommen in den Genuss des ganz normalen Wahnsinns der früheren DMC-Spiele. Das Kampfsystem ist einfach zu erlernen, aber enorm tief; Dante verfügt über eine Peitsche, mit der er entweder Dinge zerstören und aktivieren kann, oder aber Dinge zu sich, oder sich zu anderen Dingen ziehen kann. Das eröffnet nicht nur viele Puzzle-Möglichkeiten für die Plattform-Sequenzen, sondern lässt Dante auch superschnell von Plattform zu Plattform schwingen (Spider-Man lässt grüssen).

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Dazu kommt die gewohnte Pistole. Wirft Dante Gegner in die Luft, kann er sie danach mit der Pisolte dort "jonglieren".

Superdynamisches Level-Design sorgte während unserer Spielzeit für unterhaltsame Erkundungstouren. Ob Ninja Theory in der Endverion regelmässig neue Elemente einführt und so den Unterhaltungsgrad hoch hält, wird sich zeigen; das kann man in einem kurzen Demo nur schlecht beurteilen.

Klar ist aber, dass Dante sich enorm gut steuern lässt, dass das Kampfsystem sehr tief ist, und dass das Design der Welten und Gegner (und insbesondere auch der Bosse) enorm einfallsreich und klever ist. Auch wird die Story cinematischer sein als in früheren Versionen des Spiels. Damit ist DMC ein Spiel, welches nicht nur für Fans der Serie auf dem Radar bleiben sollte.

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Einziger Negativpunkt: Die Dialoge im Spiel sind etwas lächerlich; da wird so viel geflucht, dass man das Spiel trotz der realistischen Grafik oft nicht mehr ganz ernst nehmen kann.


Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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DMC Devil May Cry
Erhältlich für PlayStation 3, Windows PC, Xbox 360
Von Capcom (Publisher), Ninja Theory (Developer)