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GAMESCOM – Hands On mit Pro Evolution Soccer 2011

vor 6 Jahren von DN, Aktualisiert: vor 6 Jahren

Deutschland gegen England, ein Klassiker schlechthin. Bloss schaut Deutschland dieses Mal nicht ganz so astrein aus wie noch an der WM im heftigen Kampf um jeden Ball. Trotzdem schaffen es die Germanen ohne Gegentor in die Pause, und auch in den zweiten 45 Minuten fällt trotz einiger Grosschancen kein Tor. LKM und DN trennen sich Null zu Null unentschieden.

Farbenpracht

Bereits als wir die Controller in die Hand nahmen, war die Farbbrillanz und das neue Design der Spieler augenfällig. Wir hatten einen von der Sonne hell erleuchteten Stadionrasen in Luxusausgabe für unser Testspiel zugewiesen bekommen, was natürlich Stimmung für das bevorstehende Kräftemessen machte.

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Kaum war der Anpfiff verklungen, zeigte sich bereits eine gewichtige Neuerung: Mit X (oder A auf der 360) gespielte Pässe wollen neuerdings via Richtungsangabe etwas präziser gespielt sein, als wie im automatischen "Faden-Netz"-Zuspielsystem der früheren Ausgaben. Dies führt bei Pro-Evo-Routiniers sicherlich auf Anhieb zu einigen Hmm's und braucht etwas Eingewöhnungszeit. Auch bei uns kam der eine oder andere Pass nicht an, der noch in der 10er-Version locker die Füsse unsere nächsten Mitspielers gefunden hätte.

Auch auf den ersten Blick wird klar, dass die Japaner bezüglich Optimierung der Grafik, Animationen, Schattenwürfen und flüssigem Gameplay nicht geschlafen haben seit der letzten Ausgabe. Zwar kommt Pro Evo noch immer nicht ganz ans Fifa heran was die Grafik angeht, aber zumindest ist man etwas näher herangerückt.

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Messy ist das neue Pro Evo sicherlich nicht – ähem, aber der nette Herr hier dafür ganz bestimmt mit von der Partie. Und so ein Champions-League Pokal, auch als Duplikat, hat schon was – würde ich mir gerne in's Wohnzimmer stellen

Taktisches Geplänkel der Spitzenklasse

Nicht nur die Spielgrafik hat einen neuen Anstrich erhalten, auch wurden die Strategiemenüs generalüberholt. Statt Dutzende kleiner Menüs in Menüs wird neu alles auf einer Ansicht direkt angesteuert und eingestellt, was mit der Mannschaftsaufstellung zu tun hat. Pro Evo-Veteranen werden sich etwas umgewöhnen müssen, für Neueinsteiger ist das ganze Taktik- und Einstellungs-Tuning mit der 11er-Version aber sicherlich leichtere Kost.

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Uuuuund T... och nicht!

Spielerisch die grösste Änderung betrifft sicherlich das Passsystem. Es ist auch nicht mehr ganz so einfach möglich, mit bestimmten Kombinationen ziemlich sicher zum Torerfolg zu kommen. Der neue Unsicherheitsfaktor im Gameplay hat aber auch seinen Reiz: Er kommt dem echten Fussball einfach ein bisschen näher.

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Der Steilpass schien in der neusten Version eine wirksamere Waffe als auch schon, was aber auch ein individueller Eindruck sein kann. Grundsätzlich wurden Weitschüsse etwas erschwert, und das Spiel ist weniger stark von Ausnahmekönnern abhängig. Diese Aussage ist jedoch wie gesagt mit Vorsicht zu geniessen, da es ausgiebigere Testspiele bräuchte, um die endgültig beurteilen zu können.

Das Resultat unseres Testspiels widerspiegelte jedenfalls das hier Gesagte, denn es war schwerer als auch schon in den Strafraum eines starken Gegners vorzudringen, und die Abschlüsse wollten clever und richtig getimed eingefädelt sein.

Der neuste Trailer zur Gamescom 2010:

Fazit: Spielerisch dürfte Pro Evo 2011 das Beste sein, was es an Konsolenfussball momentan zu haben gibt. Fans der FIFA-Reihe werden hier wohl üblicherweise anderer Meinung sein. Genaueres über die Generalüberholung wird man im Herbst rausfinden, wenn das Spiel erscheint – der Schritt hin auf das gegnerische Tor ist dem Team von Konami jedenfalls geglückt.


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Pro Evolution Soccer 2011
Erhältlich für PlayStation 3, Xbox 360
Von Konami (Developer, Publisher)