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[GC 2013] Hands On: Watch_Dogs

vor 4 Jahren von KK, Aktualisiert: vor 4 Jahren

Watch_Dogs hat bei seiner Vorstellung an der E3 vor einem Jahr für ziemlich viel Furore gesorgt. Wie sieht der aktuelle Stand des Spiels aus?

Eigentlich hatte ich ja einen Termin für ein Hands On Demo bei Ubisoft ... eine Kommunikationspanne verhinderte aber, dass ich wirklich selber Hand anlegen durfte. Immerhin konnte ich einem anderen Journalisten beim Spielen zuschauen und mit einem Developer reden, bevor ich noch für 3 Minuten selber ran durfte.

Präsentiert wurde uns das Ganze auf einer PC Plattform, die von der Leistung ungefähr im Bereich der neuen Konsolen anzusiedeln ist. Der Entwickler war nicht gerade glücklich über den Umstand, dass Sony und Microsoft so spät mit den wirklichen Konsolen rausrückten, aber damit müsse man halt leben. Die Disrupt Engine auf welcher das Spiel läuft, wurde zu meinem Erstaunen nicht etwa auf der AnvilNext Engine (Assassin's Creed 3+4) aufgebaut, sondern bediente sich der Dunia Engine (Far Cry 3) und wurde extrem stark modifiziert. Und trotzdem tauchen immer wieder Parallelen zu AC auf. Die Perspektive, die extrem flüssigen Bewegungsabläufe, die auch das Terrain miteinbeziehen, etc. Aber solch Qualität ist man sich von Ubisoft Montreal bereits gewohnt.

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Background

Ihr spielt Aiden Pearce, einen Bürgerwehrler der seine Familie heimlich rund um die Uhr überbewacht, um sie von Vorfällen aus seiner Vergangenheit zu beschützen und auch sonst ist Aiden ziemlich besessen vom Thema Überwachung. An seine Grenzen gedrängt wird er jedes ihm zur Verfügung stehende Mittel gegen das korrupte System einsetzen. Weitere bisher bekannte Protagonisten sind der Rasta Hacker T-Bone Grady, der Fixer Jordi Chin und die verführerische Clara Lille. Das Setting ist ein Chicago der nahen Zukunft, in dem beinahe alles vom Central operating System, kurz ctOS gesteuert wird. Diese totale Vernetzung macht die Stadt nicht nur effizienter, sondern auch sicherer … solange das ctOS nicht gehackt wird. Und genau hier kommen wir in's Spiel.

Eines der Grundelemente besteht darin, die über die Map verteilten ctOS Zentralen zu hacken um ein Backdoor zu installieren. Wie wir dabei vorgehen, ist dem Spieler überlassen. Mit rauchenden Pistolen, Ablenkungsmanövern, Schleichen, sogar beschränktes Hacking ist nahe dieser Zentralen möglich, bevor man vollständige Kontrolle über sie erlangt. Ist man erst einmal an das Terminal gelangt und konnte dieses erfolgreich hacken, steht dem Spieler das gesamte Arsenal innerhalb dieses Gebietes zur Verfügung: Überwachungskammeras und dazugehörige Gesichterkennung, Ampeln, Züge, Bankomaten, Handys, Strassensperren, Zugbrücken, etc. und dies lässt sich alles bequem via Aiden's Smartphone steuern. So ausgestattet kann man sich in der sehr glaubwürdig belebten Stadt austoben, jeder Passant birgt irgendwelche mehr oder weniger nützlichen Informationen. Handynachrichten abhören, Kriminalitätswahrscheinlichkeit abrufen, Bankkonto erfassen — das Spiel bietet ziemlich viele Freiheiten, abseits der storyrelevanten Missionen. Und je nachdem wie man sich in der Stadt verhält, so wird auch die Bevölkerung reagieren. Wobei es natürlich für einen normalen Passanten nicht wirklich ersichtlich ist, ob man soeben auf offener Strasse einen Gangster oder einen Unschuldigen über den Haufen schiesst. Dies sollte man besser ungesehen erledigen. Zur Verfügung stehen dem Spieler neben dem Teleskop-Schlagstock noch ca. 30 weitere Waffen, die ganze Stadt und eine Auswahl von ca. 65 Fahrzeugen mit unterschiedlichem Handling und Fahrphysik. Für die Fahrzeuge war Ubisoft Reflexions (Driver Serie) verantwortlich und somit sollte ein solides Fahrerlebnis garantiert sein.

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Seamless Multiplayer

Der Multiplayermodus verfolgt einen neuen Ansatz. Man spielt in einer Session, das Spiel kann quasi ansatzlos zwei Sessions für einen Moment verschmelzen und nach dem Event wieder trennen, ohne dass man dies wahrnimmt. So kann jederzeit (ausserhalb von Missionen) ein fremder Spieler in mein Spiel eindringen und mich zu hacken versuchen. Dies ist nur eine der Multiplayer Games, aber das, welches uns demonstriert wurde. Jeder Spieler sieht sich dabei als Aiden und den Gegner als normalen, der Umgebung angepassten NPC. Ziel des Angreifers ist es, den Gegenspieler zu finden und einen zeitaufwändigen Hack und Daten-Upload zu starten, während man möglichst unentdeckt bleibt. Je näher man der Zielperson ist, desto schneller geht dieser Upload vonstatten. Der Angegriffene versucht durch Scanning der sichtbaren Personen den Angreifer zu identifizieren und zu neutralisieren. Ein bisschen wie Katz und Maus. Und was bringt das Ganze? Nun in WATCH_DOGS gibt es ein Ruf-System, hacke ich nun einen Spieler, installiere ich einen Wurm, welcher mir für jeden künftig erlangten Ruf des Spielers einen Prozentsatz gutschreibt. Als Gehackter verliert man eigentlich nichts und wird höchstens in seinem Stolz gekränkt, als Hacker gewinnt man nebenbei aber gratis Ruf. Natürlich kann ein gehackter Spieler auch versuchen, sich wieder von diesem Link zu befreien. Wer das Ganze nicht mag, kann jederzeit seine Session für geschlossen erklären und so kann niemand in diese eindringen. Was leider fehlt, ist die Option das eigene Spiel ausschliesslich für Freunde geöffnet zu halten. Das Matchmaking-System des Spiels versucht möglichst ebenbürtige Gegener in Map-nahen Gebieten gegeneinander antreten zu lassen.

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ctOS Mobile

Heutzutage — so erscheint es mir wenigstens — kann kein Game ohne Compagnion App für iOS und/oder Android auskommen. Gleiches gilt erst recht für WATCH_DOGS, welches immerhin einen starken thematischen Bezug aufweist. Und wie ist es implementiert? Live sah ich es nicht, aber aus den Gesprächen ging hervor, dass die gratis installierbare App quasi zwei Game Modi bietet: Coop und Versus. Im Coop-Modus hackt sich der Mobile-Spieler in die Infrastruktur um dem Konsolen-Spieler bei der Flucht vor der Polizei zu helfen, im Versus-Modus steuert der Mobile-Spieler Polizeieinheiten und Infrakstruktur (Brücken, Ampeln, etc.), um den Konsolen-Spieler bei der Flucht zu behindern. Das Gameplay sieht eher abstrakt aus und ich kann mir nicht vorstellen im Tram mal kurz eine Runde damit zu zocken. So richtig Spass könnte es machen, wenn man auf der Couch neben dem Spieler der Konsolenversion sitzt. Natürlich wird auch irgendeine Möglichkeit verbaut sein, richtiges Geld auszugeben, aber im Mobile-Spiel sollen keine Einschränkungen der Möglichkeiten oder ein Zeitlimit vorhanden sein.

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WATCH_DOGS goes Hollywood

Sony liess an ihrer Pressekonferenz noch nebenbei verlauten, dass Watch_Dogs von Ubisoft Motion Pictures, Sony Pictures und New Regency noch verfilmt werden soll.


Fazit: Sicherlich ein Titel der sich lohnen wird.

Erscheinen soll Watch_Dogs auf's Weinachtsgeschäft 2013 für PC, Xbox 360, Xbox One, PlayStation 3, PlayStation 4 und die WiiU. Einen spezifischen Releasetermin für die Compagnion App ctOS Mobile für iOs und Android gab es keinen, dürfte aber im gleichen Zeitraum veröffentlicht werden.


Du kannst KK, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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Watch_Dogs
Erhältlich für PlayStation 4, Windows PC, Xbox One
Von Ubisoft (Developer, Publisher)