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PlayStation Move: Erste Gedanken

vor 7 Jahren von LKM, Aktualisiert: vor 7 Jahren

Unterdessen haben wir zwei, drei Wochen lang mit der PlayStation Move gespielt. Wir haben die Hardware getestet, alle erhältlichen Games angespielt, und das Ganze mit der Wii verglichen. Ist PlayStation Move eine echte Bedrohung für den weissen Platzhirschen von Nintendo, oder nur eine leicht aufgewärmte Version von Sonys EyeToy? Lohnt sich für PS3-Besitzer die Anschaffung, oder ist eher Abwarten angesagt?

Preis

Was an Move als erstes auffällt ist der hohe Preis. Bereits für Einzelspieler empfiehlt sich der Kauf von zwei Motion-Controllern (je 60 Franken) und einem Navigation-Controller (45 Franken). Dazu kommt die Eye-Kamera (im Pack mit einem Motion-Controller für 80 Franken). Ohne auch nur ein einziges Spiel gekauft zu haben bezahlt man so bereits 185 Franken für Kamera, zwei Motion-Controller, und einen Navigation-Controller. Dies ist die Minimal-Ausrüstung, mit der man alleine alle Spiele "richtig" spielen kann, da gewisse Spiele davon ausgehen dass der Spieler zwei Motion-Controller hat, und andere dass der Spieler einen Motion-Controller und einen Navigation-Controller hat. Legt man noch ein Spiel darauf, kann man sich für den selben Preis eine komplette Wii kaufen (ebenfalls mit Spiel).

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Wer oft gegen andere Spieler spielt, braucht wohl nochmals zusätzlich zwei weitere Motion-Controller. Zusätzliche Nagivation-Controller hingegen muss man vorläufig wohl keine kaufen, und mehr als zwei Navigation-Controller wird man nie benötigen (weshalb das so ist wird später im Artikel erklärt).

Sinnvoll ist wohl, zusätzlich eine Ladestation zu kaufen (ab 45 Franken).

Auf der positiven Seite fällt der etwas tiefere Preis der Move-Games auf, die alle um die 60 Franken kosten, dafür aber auch nicht die Tiefe eines traditionellen PS3-Spieles bieten.

Games

Aktuell ist die Spieleauswahl noch klein, und keines der erhältlichen Spiele erfüllt das Versprechen, welches PlayStation Move macht: Statt "ernsten" PS3-Games mit Motion-Steuerung handelt es sich bei den aktuell erhältlichen Move-Spielen hauptsächlich um Party-Games, die wir auf der Wii bereits in ähnlicher Form gesehen haben. Tatsächlich spielt sich Sports Champions von Sony beinahe identisch wie Wii Sports Resort von Nintendo; Tischtennis, Frisbee-Golf und Bogenschiessen haben wir in beinahe identischer Form bereits auf Nintendo's kleiner Konsole gespielt.

Dazu kommt, dass sogar Move-Games den Controller oft nicht perfekt unterstützen. Beispielsweise sieht man im Menu von Kung Fu Rider keinen Cursor, statt dessen bewegt man sich durch Controller-Gesten durch's Menu, und das funktioniert mehr schlecht als recht. Das selbe gilt übrigens für's normale PS3-Menu; der Move-Controller wird nicht richtig unterstützt, einen Cursor sieht man nicht. Sony ist hier ein echt schlechtes Vorbild für andere Entwickler.

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Dafür zeigen einige der Spiele eindrücklich, wie genau Move die Bewegungen des Spielers repliziert. In Tumble beispielsweise können Blöcke millimetergenau verschoben werden (man vergleiche mit Boom Blox auf der Wii, wo so präzise Bewegungen nicht möglich sind). Im Tischtennis-Spiel imitiert der Spieler auf dem Bildschirm nicht nur die Ausrichtung des Schlägers (wie auf der Wii), sondern auch die genaue Position des Schlägers im Verhältnis zum Tischtennis-Tisch. Das ist eindrücklich, führt aber auch dazu, dass die PS3-Spiele oft schwieriger zu spielen sind als die Wii-Versionen.

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Die aktuell erhältlichen Spiele mögen noch nicht vorbehaltlos zu überzeugen. Sie wirken oft mehr wie Tech-Demos als wie "richtige" Games. Dafür bieten sie wenigstens einen Vorgeschmack auf die Dinge, welche Move-Besitzer von PS3-Spielen in Zukunft hoffentlich erwarten dürfen.

Der Motion-Controller

Was einem beim Spielen mit Move sofort ins Auge sticht ist der auffällige Motion-Controller, der mit einem leuchtenden Ball ausgestattet ist:

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Der zunächst etwas schrill wirkende Glühball entpuppt sich schnell als nützlich. Beispielsweise zeigen Spiele negative Ereignisse an, indem sie die Ballfarbe kurz auf rot umschalten. Einzig wer zum Gamen einen Beamer verwendet wird sich an dem hellen Ball womöglich etwas stören.

Durch die Eye-Kamera "sieht" die PS3, wo der Ball (und damit der Controller) gerade ist. Zusammen mit den Bewegungssensoren im Controller hat die PS3 somit die Möglichkeit, die Position des Controllers im 3D-Raum sehr genau festzustellen. Problematisch ist hier einzig, dass die Kamera dies mit einer merkbaren Verzögerung tut.

Zeitverzögerte Spielkontrolle

Wie stark die Verzögerung bei Move-Games sein kann sieht man eindrücklich, wenn man einzelne Spiele vergleicht. Der folgende Film vergleicht die Verzögerung zwischen Bewegung des Controllers und Bewegung im Spiel zwischen dem Wii-Menu, dem Move-Spiel Start the Party, und dem Move-Spiel The Shoot. Weder Start the Party noch The Shoot verwenden zum Bewegen des Cursors die Kamera, beide verwenden ausschliesslich die Sensoren im Controller (die Games verwenden die Kamera zum Kalibrieren, aber wenn ihr den Leuchtball beim Spielen abdeckt bemerkt ihr dass die Spiele die Kamera zur Bewegung des Cursors nicht verwenden). Obwohl beide Games ein ähnliches System verwenden, ist ein enormer Unterschied in der Verzögerung sichtbar:

Sowohl bei der Wii als auch The Shoot ist nur eine sehr geringe Verzögerung sichtbar, während Start the Party eine enorme Verzögerung zeigt. Es wäre also unfair, aufgrund von einzelnen Negativbeispielen wie Start the Party zum Schluss zu kommen, dass Move-Spiele immer eine derartige Verzögerung zeigen werden. Es ist eindeutig möglich, Move-Games ohne starke Verzögerung zu programmieren.

Das scheint jedoch nur auf Spiele zuzutreffen, die die Kamera nicht verwenden. Sobald die Kamera ins Spiel kommt ist in allen Spielen eine deutliche Verzögerung zwischen Spieler-Aktion und Spiel-Reaktion sichtbar.

Die relevante Frage ist folgende: Stört die Verzögerung? Teilweise ist sie nicht weiter störend (beispielsweise in EyePet). Bereits nach wenigen Sekunden kompensiert man automatisch für die Verzögerung, und sie fällt nicht mehr weiter auf. In anderen Spielen, beispielsweise in Tumble, kann die Verzögerung aber gewaltig nerven. Dort geht es darum, Blöcke millimetergenau zu positionieren. Die Verzögerung führt dazu, dass man dauernd "über das Ziel hinausschiesst", kompensieren muss, und dann die Kompensation übertreibt weil das Spiel nicht sofort reagiert. Hier habe ich mich auch nach längerer Spielzeit nie richtig an die Verzögerung gewöhnt.

Sofa-Gaming

Ein früher Kritikpunkt an der Wii war, dass man viele Wii-Spiele nicht auf dem Sofa sitzend spielen kann. Viele Wii-Games haben dieses Problem behoben, indem sie sowohl "weite" Bewegungen als auch kleinere Bewegungen erkennen. Man kann also beispielsweise stehend Tennis spielen und die Bälle mit echten Schwüngen zurückschlagen, oder man kann auf dem Sofa spielen und die Bälle mit kleinen Handgelenk-Bewegungen schlagen.

Sony ist anscheinend der Meinung, dass das kindisch ist. In dieser Move-Werbung macht sich Sony über die kleinen Bewegungen der Wii lustig:

Anscheinend hat Sony geschlafen, als die Gaming-Welt zum Schluss gekommen ist dass kleine Bewegungen manchmal ganz nützlich sind. Resultat von Sonys Haltung ist, dass man viele Move-Spiele nicht sitzend spielen kann. Der Spieler muss stehen, auf dem Sofa fläzen ist bei Move oft verboten. Bereits die Kalibrierung vieler Move-Spiele geht von Anfang aus davon aus, dass der Spieler vor dem TV steht, egal ob er zum Schwertkampf antritt oder zu einer Runde Tischtennis. Die selben Spiele kann man mit der Wii problemlos sitzend spielen.

Das umgekehrte Problem haben viele Games, die den Move-Controller nur als zweite Option unterstützen. Dort erinnert das Kontroll-System oft an die "Wackel-Systeme" von frühen Wii-Games, in denen Knopfdrücke einfach durch das Schütteln des Controllers ersetzt wird, und präzise Gesten unnötig sind, da sie vom Spiel nicht ausgewertet werden.

Mehr zum Controller

Im Gegensatz zur eckigen Wii-Remote ist der Move-Controller rund, und liegt besser in der Hand. Dafür kann er nicht seitwärts gehalten werden—das verwandelt die Wii-Remote in einen "klassischen" Controller mit D-Pad:

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Die Knöpfe vom Move-Controller fühlen sich okay an, obwohl die Anordnung nicht perfekt ist. Die Start- und Select-Knöpfe sind auf der Seite des Controllers angebracht sind und ohne Hand-Verrenkungen kaum erreichbar. Auch die Position der vier klassischen PS-Knöpfe ist zunächst etwas verwirrend, da sie hier nicht wie auf dem normalen Controller in "Diamant-Form" angebracht sind, sondern in einer Viereck-Form:

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Als weiterer Negativpunkt sei hier der Zeigefinger-Trigger erwähnt, der extrem sensitiv ist. Wer den Trigger beim Spielen leicht berührt wird schnell feststellen, dass viele Spiele (beispielsweise Tumble) die blosse Berührung des Knopfes als Knopfdruck registrieren. Das kann enorm nervig sein, ist aber glücklicherweise ein Problem, welches die einzelnen Spiele lösen können und keine Hardware-Veränderungen benötigt.

Dafür fällt positiv auf, dass der Navigation Controller im Gegensatz zum Nunchuck der Wii kein Kabel benötigt, sondern frei bewegt werden kann. Ausserdem enthält der PS3-Controller bessere Bewegungessensoren als die Wii-Remote. Dank dem Magnetfeldstärkenmessgerät im Controller kann der Move-Controller Bewegungen besser integrieren als die Wii-Remote. Die meisten Wii-Games beschränken sich daher darauf, die Ausrichtung der Remote zu verwenden, während Move-Spiele sehr leicht auch die Position des Controllers im Raum verwenden können.

Zuletzt noch ein Negativ-Punkt: Trotz all der Technik im Move-Controller fällt auf, dass die Kalibrierung des Controllers oft fehlerhaft zu sein scheint. Vor allem in einem Spiel wie The Shoot befindet sich der Cursor bereits unmittelbar nach der Kalibrierung oft überhaupt nicht dort, wo man mit dem Controller hinzeigt.

Unter dem Strich ist der Motion-Controller aber ein Plus-Punkt. Das Teil ist gut verarbeitet und fühlt sich so an, als ob es auch einen unabsichtlichen Flug durch's Wohnzimmer überleben würde. Es liegt gut in der Hand, die Knöpfe klicken angenehm, und der Trigger ist nicht so "rutschig" wie beim normalen PS3-Controller.

Multiplayer

Wir haben bereits erwähnt dass der Navigation-Controller nicht über ein Kabel mit dem Move-Controller verbunden ist. Das ist zunächst ein enormer Vorteil im Vergleich zur Wii, kommt aber mit einem Nachteil: Dass der Navigation-Controller nicht mit dem Move-Controller verbunden ist hat zur Folge, dass der Navigation-Controller von der PS3 als eigenständiger Controller gesehen wird. Weshalb ist das problematisch?

Die PS3 kann gleichzeitig nicht mit mehr als sieben verschiedenen drahtlosen Geräten verbunden sein. Da der Navigation-Controller als eigener Controller gezählt wird, bedeutet dies, dass es unmöglich ist, vier Spieler gleichzeitig mit einem Move-Controller und einem Navigation-Controller spielen zu lassen.

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Red Steel für Wii: Zu viert auf dem selben Sofa zocken.

Wer also auf der Wii gerne zu viert ein Spiel wie Red Steel spielt, der wird von der PS3 etwas enttäuscht sein: Das selbe ist mit Move nicht möglich, sogar wenn man all die dafür benötigten Controller kaufen würde (deshalb habe ich weiter oben erwähnt, dass sich ein Kauf von zusätzlichen Navigation-Controllern wohl nicht lohnt).

Gerade Shooter sind eine Stärke der PS3, und eignen sich sehr gut für Motion-Controller. Es ist daher besonders schade, dass wir auf der PS3 keine Split-Screen-Shooter mit Vier-Spieler-Move-Unterstützung sehen werden. Aber auch andere Spiele-Genres wie Jump-N-Runs benötigen den Navigation-Controller. Auch diese werden auf der PS3 keinen Vier-Spieler-Move-Support bekommen.

Augmented Reality

Die Eye-Kamera wird nicht nur verwendet, um die Position des Controllers zu finden. Zusätzlich dazu kann sie auch verwendet werden, um den Spieler zu filmen und in das Spiel zu versetzen. Dies ist ein weiterer Aspekt von Move, der auf der Wii kein entsprechendes Gegenstück hat. Spiele wie EyePet wird es auf der Wii nie geben:

Fazit

Alles in allem handelt es sich bei PS3 Move um eine bessere Version der Wii-Remote. Move überflügelt die Wii nicht in allen Bereichen, unter dem Strich hat Sony aus technischer Sicht aber die Nase vorn.

Das alleine reicht natürlich noch nicht, um Move als Sieger zu deklarieren. Wirklich entscheidend sind hier die Spiele, und da fehlt es Sony noch an einem ernst zu nehmendem Angebot. Ob Move zu einer ernsthaften Gefahr für die Wii wird, ob der Spiele-Support für Move bald akzeptabel ist, und wann Nintendo mit einer Hardware-Antwort auf den Markt kommt, das alles wird sich also noch zeigen müssen. Ob ihr euch bereits ein Move-Set kaufen sollt hängt somit hauptsächlich davon ab, ob es aktuell bereits Move-Games gibt, die (für euch persönlich) die Investition in die Move-Hardware rechtfertigen.

Fraglich ist, wie gut die Move-Unterstützung von Drittherstellern sein wird. Traditionell haben Konsolen-Erweiterungen wie Move keinen Markterfolg, und sogar Geräte die sich millionenfach verkaufen (wie das Wii Balance Board) finden oft nur magere Entwickler-Unterstützung. Der im Vergleich zur Wii sowieso bereits kleine Marktanteil der PS3 wird mit Move weiter fragmentiert. Und wenn ein Spiel Move unterstützt, was genau wird unterstützt? Wie viele Spieler werden zwei Motion-Controller besitzen? Wie viele Spieler werden einen Motion-Controller und einen Navigation-Controller besitzen? Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass wir von Drittherstellern viele qualitativ hochwertige Move-Spiele wie Sorcery sehen werden. Statt dessen besteht die Gefahr, dass (wenn überhaupt) einfach normale PS3-Spiele mit einer halbbatzigen, schlecht durchdachten Move-Unterstützung ausgestattet und als "Move-kompatibel" vermarktet werden, während die direkt für Move entwickelten Games für möglichst wenig Geld hergestellt und lieblos auf den Markt geworfen werden.

Die alte Videogames-Weiseheit gilt somit auch hier: Games werden über den Erfolg von Move entscheiden.

Zweite Meinung von DN

Hit it right — präzises Gameplay

Move überzeugt bei dafür geeigneten Spielprinzipien mit hoher Präzision und athletischem Spassfaktor. Die Verzögerung der Controllerfassung ist abhängig von der Qualität des Spiels, dürfte aber bei sorgsamem Umgang mit dem Code seitens der Entwickler keinen Hinderungsgrund darstellen.

Tischtennis oder Volleyball in der Sports Champions Compilation zeigen eindrücklich (und nach intensivem Test samt Muskelkater), dass Move ein überaus grosses Spasspotential für PS3-Besitzer bereithält. Ob das Spasslevel der Wii höher oder tiefer liegt, ist dabei zumindest für mich weniger relevant. Die Spiele auf der Wii haben ihr Publikum, und die PS3 für HD-Fans mit Bereitschaft für etwas höhere Kosten ebenfalls. Momentan ist natürlich in Sachen Spielangebot die Wii noch weit voraus, was aber auch niemanden verwundern dürfte.

Der neue Controller von Sony heisst «Move», und nicht «Sit down». Also ist stehen angesagt für die meisten Games. Für Sportspiele halte ich das für nicht mehr als konsequent, es wäre allerdings daneben, von jemandem zu verlangen, während längerer Shooter- oder Adventuregame-Sessions ständig mitten im Wohnzimmer rumzustehen. Da wird die Zukunft weisen müssen, wie die Games damit umgehen oder wie die Mechanismen genau integriert werden.

Gespannt sein darf man auch darauf, was in Sachen Augmented Reality noch alles auf uns zukommt. Ein komplettes Adventure, wo in Echtzeit in unseren Wohnzimmern eine digitale Landschaft aufgebaut wird, wo man beispielsweise einem Spielcharakter helfen müsste, diverse Hindernisse zu überwinden, dürfte einiges an Potential bieten. Ich gehöre wohl eher nicht zum Zielpublikum von EyePet, aber das ändert nicht viel an der beeindruckenden Qualität der Interaktionsformen mit dem virtuellen Haustier.

Was mich vom Handling her etwas gestört hat, war der Sub-Controller (sogenannt «Navigation Controller»). Dieser liegt etwas ungünstig in der Hand wenn man oft die beiden Shoulder-Buttons vorne betätigt. Grundsätzlich gut gelungen ist die Grundform, welche ich sehr überzeugend fand von Gewicht und Grösse her.

Der Preis ist heiss

Move ist nicht ganz günstig, mit einem Starterset (falls man noch keine Kamera hat) und einem zusätzlichen Motion-Controller (der Leucht-Knebel) ist man aber schon gut ausgerüstet für einfaches Gamen zu zweit. Auch für Spiele mit zwei Controllern allein ist diese Basis an sich zu empfehlen. Bogenschiessen z.b. ist schon eher uncool mit nur einem Leuchter, geht aber zur Not auch.

Ein Starterset mit Kamera plus ein zusätzlicher Motion-Leuchter gibts für 139 Franken. Hat man bereits eine Kamera, sinkt der Einstiegspreis auf ein Minimum von 119 Franken. Gemessen daran, dass ein DualShock-3-Normalo-Gamepad ebenfalls 80 Franken kostet, ist dies nicht übertrieben. Will man sich einen ganzen Fuhrpark von Controllern für gelegentliches Spiel zu viert oder so anschaffen, geht Move wie alles Gamezubehör definitiv ins Geld. Im Gegensatz zu LKM's Wii-Beispiel könnte man auch Guitar Hero anführen: Das Komplettpaket mit Spiel, Drums, Mics und einer Guitarre kostet 300 Franken (Einzelpreis Game: 100.—). Wer also bereit ist, für ein einzelnes Spiel (!) 200 Franken für Zubehör auszugeben, dürfte mit Move ziemlich viel zukünftig kompatible Games kriegen pro ausgegebenen Zubehör-Franken.

Wie gesagt, meiner Erfahrung nach reichen vorläufig zwei Leuchtkolben voll und ganz für ziemlich viel Motion-Gezappel in HD. Wer Move häufig mit Freunden spielen möchte, kann immernoch nachrüsten.

Games werden entscheiden

Wie LKM in seinem Fazit richtig festhält, wird das Angebot an Spielen über das Schicksal von Move entscheiden. Ich persönlich freue mich sehr auf Sorcery, welches Anfangs 2011 irgendwann erscheinen sollte. Wir haben vor einiger Zeit darüber berichtet, und das Spiel an der GAMESCOM kurz demonstriert bekommen. Ich bin der Meinung, dass ein solch clever integriertes Gameplaykonzept dem Move durchaus zu einigem Schub verhelfen könnte.

Externe Links

Guido Berger hat ebenfalls ein Review online.

iFixit hat einen Teardown des Controllers. Von da stammt auch das Titelbild dieses Artikels:

Screenshot


Du kannst LKM, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


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