GRAN TURISMO 5
Testbericht | PS3

Gran Turismo 5 gold_medium

vor 6 Jahren von DN, Aktualisiert: vor 5 Jahren

Als Ende letzter Woche die Post von Sony bei uns in der Redaktion eintraf, war erstmal ungläubiges Staunen angesagt. Nach dutzendfacher Verschiebung und heftigen Gerüchten über eine neuerliche Verzögerung ins 2011 steht Gran Turismo 5 nun doch in den Ladenregalen. Und da gehört es auch hin! GT5 ist in manchen Belangen ein Powerhouse, und dürfte die Bedeutung von «Real Driving Simulator» neu definieren. Zwei Fragen bleiben: Ist wirklich alles Sahne beim Benzinblüter-Meisterstück? Und hat das brave japanische Renn-Schulmädchen etwa gar ein paar schmutzige Wörter gelernt?


Was lange währt...

Der Einstieg in Gran Turismo 5 entspricht einer wahren Ode an das Automobil. Statt dem erwartungsgemässen Racing-Sound und flotten Zusammenschnitten diverser Bolidenszenen zeigt uns Polyphony Digital zuerstmal einen gigantischen Schürfbagger beim Erzabbau. Wollen uns die Jungs von PD damit sagen, dass sie in der langen Entwicklungszeit auch noch die halbe Weltkugel umgegraben haben? Interessant.

Von den Erzlastern über Schmelztiegel ins Werk zu den Kawasaki-Roboterarmen und hin zum Lackierwerk geht die Reise. Währenddessen werden uns einige der wichtigsten Mitarbeiter des Magnum-Projekts vorgestellt. Dazu erklingt ein virtuoses Pianostück, und nach dem Presswerk, Schlussmontage und einigen vorbeifliegenden Rennstreckenteilen endet das Ganze in einer schon fast metaphysisch anmutenden Totalaufnahme mit riesigen Stadtbildern samt Strassenschluchten und den bekannten Lebensadern aus gelben und roten Lichtern. Chappeau – das war wirklich eine gelungene Überraschung, und wird dem unglaublichen Ausmass des Spiels als Einstieg durchaus gerecht. Eine Ode an das Automobil – ich wiederhole mich. Vielleicht könnte man das ganze Spiel als solche bezeichnen, aber dazu später mehr.

Screenshot

Auf den poetischen Introfilm Nummer 1 folgt dann in etwa das, was man wohl gleich zu Beginn erwartet hätte in Form eines zweiten Intros. Der Sound wird progressiver, die Kamera fliegt eindrücklichen Strecken und Strassenzügen entlang, toll modellierte Boliden kurven um die Ecke, es wird temporeich. Wer die Trailer-Kultur aus dem Hause PD kennt, kann sich ziemlich genau vorstellen wie das ausschaut.

... wird endlich gut

Alles gut und nett, die Filmerei hat uns gefallen, aber nun wollen wir endlich wissen, wie sich die Endfassung des Renn-Riesen spielt. Im Hauptmenu gibt es den GT-Karrieremodus (auf den wir etwas später vertieft eingehen), GT TV, und diverse Einstellungen samt Nebenoptionen. Und natürlich den obligaten Arcade-Modus mit der Möglichkeit für Einzelrennen, Zeitfahren, Drift-Events und 2-Spieler-Duell. Das Duell kommt etwas mager daher, witzig wäre hier eine Option für KI-Fahrer gewesen, so macht ein Rennen einer gegen einer halt nur halbwegs Freude.

Screenshot

Ein Foto - könnte man meinen.

Also nichts wie rein in die Auswahl des Einzelrennens und von da direkt ins Cockpit eines pechschwarzen Lamborghini Gallardo, einer von rund 50 frei wählbaren Gefährten bei Spielbeginn. Und wohin solls denn für unseren Testdrive gehen? Monaco? Hm... Eine fiktive Nachtstrecke mit Autobahn und Regen irgendwo in Japan? Lassen wir mal der Côte d'Azur den Vortritt. Die Streckenauswahl ist ebenfalls gleich zu Beginn sehr grosszügig.

Ein paar Bestätigungen, Schwierigkeitsgradtuning und Feineinstellungen am Fahrzeug später fahren wir dem Rollstart in Monte Carlo entgegen. Unsere Kontrahenten haben ebenfalls krasse Geschosse am Start. So finden sich einige Mercedes SLS und SLR, Ferraris und Lamborghinis auf dem opulenten Stadtkurs. Die satte 1080p-Grafik brüllt einem fast noch stärker entgegen als die heulenden Motoren. Gaspedal runter und ab geht die Post. Wer auch nur ein paar Tröpfchen Benzin im Blut hat, wird ob solch obszöner Digital-Petroleum verbrennender Schönheit das Staunen wohl so schnell nicht mehr los. Die vorbeiziehenden Bäume, Häuser und Zuschauer spiegeln sich realitätsgetreu auf der Karosserie und den Glasteilen der Luxusboliden, die Lenkpräzision und Fahrphysik präsentiert sich astrein.

Die Konkurrenz schläft nicht. Ausgestattet mit cleverer KI, die entsprechend des jeweiligen Schwierigkeitsgrades verhältnismässig agiert, machen euch die anderen Piloten das Leben schwer. Sie schneiden euch den Weg ab, lassen euch mit Auffahrmanövern und Stössen auf der Strecke gedreht zurück und fahren auch mal im Pulk statt in überholfreundlicher Kolonne.

Trotz heftigem Widerstand gelingt das Rennen nicht schlecht, und wir wollens gleich nochmal wissen. Diesmal der Nacht-Regen-Kurs und den Citröen Concept Car als fahrbaren Untersatz, der ein wenig wie das Batmobil anmutet.

Screenshot

Screenshot

Und es kommt wie es kommen musste: Trotz einiger merkwürdiger Grafikfehlerchen im von Fahrzeugen aufgeworfenen Wassernebel, die wir mal netterweise übersehen, fahren wir den Kurs fasziniert zu Ende und schauen uns in voller Länge das Replay-Video an. Was mein Test-Co-Pilot und ich da sehen, beraubt uns definitiv sämtlicher übriggebliebener Spucke: Die Sequenzen in Tunnels, aus Cockpit-Sicht oder von aussen, sind von Filmaufnahmen wirklich kaum mehr zu unterscheiden. Die nassen Strassen und die Lichtreflektionen der Lampen sind derart plastisch, man möchte meinen der Asphaltregen tropfe nächstens auf den Boden der Wohnung unter dem Screen. Die Replayfunktion mit zusätzlich zuschaltbaren Datenanalysen ist sowohl für Ästheten als auch für Trainingsbesessene gold wert.

Ein Weltmeisterpilot fällt nicht vom Himmel

Okay, die erste Runde im Spontanmodus haben wir hinter uns. Mit grandiosen 20'000 Credits als Startkapital schmeissen wir uns auf das Filet-Stück von GT5, dem GT-Karriere-Modus. Hier kann man sein Profil verwalten, auf den Online-Multiplayer-Modus zurückgreifen (zu welchem wir ein paar Ausführungen nachliefern werden da die Online-Section bis kurz vor Veröffentlichung nicht funktioniert hat), den Neuwagenhändler besuchen, Occasionen begutachten, Tunings vornehmen, und in einer speziellen Sektion eure Wagen pflegen wie kleine Tamagotchis. Eine Autowäsche vielleicht? Ein Ölwechsel? Kein Problem.

Screenshot

Beim Neuwagenhändler realisieren wir schnell, dass sich wohl eher der Gang zum Gebrauchtwagen-Shop lohnt. Wir entscheiden uns kurzum für einen Mazda MX-5 Miata. Das Design hat unsere Entscheidung weniger beinflusst als der überzeugende Preis von 6000 Credits. Also einiges an Budget übrig für Tunings. Im Tuning-Lager verpassen wir der alten Karre einen Rennauspuff, ein paar Motorentunings, Filter, einen neuen Katalysator und was man sonst noch zu einigermassen vernünftigen Preisen eingebaut kriegt.

Eine der bestechendsten Eigenheiten von GT5 ist das Sammeln von Autos, und gleichzeitig die Freiheit, die meisten Events mit einem Fahrzeug eigener Wahl zu bestreiten. Es gibt aber auch einige Events, die mit einer bestimmten Klasse von Fahrzeugen oder einer fixen Altersspanne fungieren. Die Restriktionen sind unterschiedlich streng, und man wird des öfteren um einen Autokauf speziell für eine bestimmte Eventserie nicht herumkommen.

So entdeckt man aber auch automatisch den Charme von japanischen Oldtimern, von eigenartigen Prototypen wie dem Dome Zero und mancher weiterer Kuriosität. Mit etwas Fleiss hat man bald 15 bis 20 Autos in der Garage, und so schnell hört der Beschaffungswahn nicht mehr auf. Ganz wichtig, besonders für GT-Neulinge: Ja nie einen geschenkten Wagen verkaufen – diese benötigt man meist gleich für eine bestimmte Rennserie, und Nachkaufen wird teuer. Wer also schnelle Kohle machen will, fährt lieber noch ein paar Mal einfache Anfängerrennen.

Screenshot

Die ersten Rennevents, die wir mit unserem nach und nach noch etwas erweiterten Mazda bestreiten gelingen ganz gut, und kurze Zeit später bekommen wir ein tolles Geschenk: einen 100er GoKart! Sehr cooles Ding, welches natürlich gleich im entsprechenden Spezialevent ausprobiert sein will. Die Kart-Rennen sind ein komplett neues Feature und machen fast genauso viel Spass wie echtes Kartfahren. Bloss tut es nicht ganz so weh, wenn man mit 100 Sachen eine Abschrankung rammt.

Die Absolvierung der Spezialevents lohnt sich auch finanziell ganz besonders, darum unbedingt die Kartrennen einverleiben sobald sich die Möglichkeit bietet. Die Erträge aus den ersten Rennevents sind Peanuts im Vergleich zu dem, was es hier zu holen gibt.

Mit fortschreitendem Aufstieg gibt es von Rallyes über Classics hin zu Nascar-Rennen und Tourenwagenmeisterschaften kaum etwas aus dem Motorzirkus, was ihr nicht fahren dürft. Die Formel 1 hat es in Corpore nicht ins Spiel geschafft, aber dafür gibts ja die Einzelauskoppelung aus dem Hause Codemasters.

Die Rennen im Anfängerzirkel verteilt auf neun Events gehen noch ziemlich gemächlich vonstatten. Manche grenzen hart an der Langeweile. Und dann gibt es diese ansatzweise surrealen Momente, wenn man beispielsweise mit einem aufgemotzten Suzuki Cappuccino EX21R '95 um die Kurven kriecht, und dazu Hardrock aus den Lautsprechern dudelt. Hach, die lieben Japaner...

Der Fuhrpark machts

Screenshot

Leider gibt es keine Porsches in Gran Turismo 5 wegen eines Exklusiv-Deals mit einem anderen Rennspiel-Hersteller. Dies betrifft jedoch nur die Serienwagen, den RUF RGT '00 oder CTR '87 darf man z.b. fahren. Allerdings scheint der Umstand des Ausbleibens der «offiziellen» Stuttgarter etwas merkwürdig, da am Hockenheimring der Hybrid-Porsche-Supersportler mit Gran Turismo-Schriftzug ausgestellt war.

In unserem Artikel zum Thema Strecken und Fahrzeuge sind wir bereits vollumfänglich auf die ellenlange Liste eingegangen, darum sei uns an dieser Stelle ein Link erlaubt, statt diese gigantischen Datenströme nochmals aufzurollen.

Zu sagen gibt es sicherlich, dass die Spannweite von Normalo-Wagen über Sportlimousinen, von Rallyewagen hin zu Nascar, von Oldtimern zu Prototypen aus allen möglichen Jahrgängen, von Einzelanfertigungen und Supersportlern bis hin zum Red Bull Formel 1-Geschoss eine schier unfassbare Vielfalt darstellt, die kaum zu beschreiben ist.

Wer in diesem Sammelsurium der Autogeschichte kein Lieblingsgefährt findet, ist definitiv nicht Tempo-affin. Oder anders gesagt: Wer aus der Fülle von wunderschön modellierten Gefährten einen Liebling herausschälen kann, hat einen ziemlich geschärften Geschmack. Meine Wenigkeit wäre damit überfordert, da im Verlaufe der Rennkarriere so manches Vehikel den eigenen Weg kreuzt, welches man schnell lieb gewinnt, und dessen Existenz man unter Umständen vorher nicht mal erahnt hat.

Hinterlegt sind zu jedem Fahrzeug aller Klassen natürlich auch detailierte Hintergrundinfos zu Baujahr, Konzeption, Hersteller und allen möglichen technischen Einzelheiten.

Leider schaut das Ganze bei der Tuning-Abteilung etwas weniger individuell aus. Die Umbausätze haben ein Einheitsdesign, und jeder Wagen im Spiel kann mit fast jedem Einzelteil ergänzt und mit fast jeder Umbauart ummodelliert werden. Da hätten wir uns etwas mehr Vielfalt gewünscht, so ist es halt am einfachsten. Das kann auch nicht schaden in einem derart überaus komplexen Game. Merkwürdig ist das Fehlen von Bremssystemen (!). Was würde man wohl im Normalfall als erste Tunen? Die Bremsen wären jedenfalls ziemlich weit oben auf der Liste.

Screenshot

Im hochpolierten Fotomodus dürfen die erworbenen oder geschenkten Gefährte ausgiebig ausgestellt, besichtigt und abgeknipst werden. Unter den hochdetailiert umgesetzten Schauplätzen findet sich auch die Stadt Bern mit der Marktgasse, welche beeindruckend genau integriert worden ist. Wer also mal eine Pause vom Rennbetrieb braucht, darf sich dem japanischen Way Of Life widmen und ausgiebig Bilder schiessen statt Böcke auf den Tracks.

Luzern hat es übrigens, wie man später im Spiel herausfindet, durchaus in den Reise- / Fotomodus geschafft. Die Lieblingsvehikel dürfen also in der Leuchtenstadt ausgestellt und abgelichtet werden nach Lust und Laune (Danke an Marc für den Reminder).

Wem das Rennenfahren und die Knipserei verleidet ist, kann im B-Spec-Modus ein paar Fahrer generieren, und diese in einem umfassenden Eventablauf parallel dem A-Spec-Selberfahr-Modus zu einem erfolgreichen Rennstall trimmen. Man figuriert dann als Instruktor, der während den Rennen die Taktik der Fahrer mitbestimmen kann. Irgendwie witzige Idee, aber selber fahren macht schon wesentlich mehr Spass.

Schaden oder nicht schaden, das ist hier die Frage

Viel wurde im Vorfeld über das erstmalig voll integrierte Schadensmodell von GT diskutiert. Während einem Rennen auf Level 10 mit einem Golf GTI sah das bei mir in etwa so aus:

Screenshot

Mit etwas Zoom:

Screenshot

Das Schadensmodell ist ein integrierter Teil des progressiven Schwierigkeitsanstiegs und kommt mit steigendem Level des Spielers hinzu, jedoch nur bei bestimmten Fahrzeugmodellen. Premiummodelle haben ein weitaus feineres Deformationspotential als Standardwagen. Das hat wohl damit zu tun, dass neben den 200 Premiumfahrzeugen, die GT-Premiere feiern im fünften Teil, auch noch Hunderte von «alten» Standardwagen mit ins Spiel genommen wurden. Da diese für ein Schadensmodell hätten komplett neu modelliert werden müssen, ist die logische Folge dass man bei eben diesen Standardwagen eben ohne grosse Deformierungen auskommen muss. Ein paar Kratzer und Beulen gibts aber trotzdem. Der hier abgebildete Golf ist ein Standardwagen.

Erst ab Level 20 bei der Fahrer-Experience kommt das vollumfängliche Schadensmodell zum Tragen. Es nimmt einige Hundert Rennen in Anspruch, um auf diese Menge Erfahrungspunkte zu gelangen. Wie bekannt geworden ist, soll am 1. Dezember ein Update erscheinen, welches das Schadensmodell optional auch für den Arcade-Modus zulässt.

Angesichts der passagenweise überaus rüden Fahrweise der Computergegner wird man das fehlende Schadensmodell allerdings selten vermissen. Ausser eben auf hohen Schwierigkeitsgraden, wo man nicht nur perfekt fahren, sondern auch noch heil bleiben muss, um zu gewinnen. Der Vergleich mit Rowdie-Renngames wie beispielsweise Motorstorm zieht nicht, da man aus einem erlittenen Schaden in diesen Arcade-Racern keinen Nachteil zieht. Man fährt einfach mit halber Karosserie (gleich schnell) weiter. Sowas würde dem Realitätsanspruch eines GT schlichtweg und schnurstracks in die Quere fahren.

Screenshot

Nein, keine Touristen-Webcam im Berner Oberland, sondern live und direkt aus GT5.

Zusätzlich erschwerend hinzu kommen das Wetter und die Tageszeit. Die Nachtstrecken, Schnee- und Regenwetterumgebungen und staubigen Nebenstrassen schauen zwar toll aus, haben aber natürlich auch ein paar Tücken mehr als eitel Sonnenschein und Asphalt geradeaus.

Nichts desto trotz vermögen manche Strecken bei Tage besonders zu gefallen. Exzellent kommt die Nürburgring Nordschleife daher, mit sattem Weitblick und grüner Umgebung, sowie der Cape Ring mit der hügeligen Strecke und dem Hochland am Horizont und edlem Wolkenhimmel. Leider sind bei weitem nicht alle Tracks mit gleicher Sorgfalt gestaltet worden. Ein paar wenige wirken etwas hingepfuscht im Vergleich zu den Perlen unter den Rennpisten.

Stilechtes Zubehör

Wer genügend Halt und eine vollumfänglich stimmige Gameumgebung schätzt, dem sei dieses stolze Gamecockpit nahegelegt:

Screenshot

Mehr Infos zum abgefahrenen Rennsessel gibts hier

Fazit

Ein Spiel ganz im Zeichen des Automobils: Filme gucken, trainieren, Rennen fahren, Strecken kennenlernen, tunen, sammeln, bestaunen, polieren, fotografieren, Fahrer ausbilden & coachen und dabei massenhaft Spass haben. Das Rennfeeling ist quer durch alle Klassen meisterlich umgesetzt.

Gran Turismo 5 kommt mit unglaublich viel Präzision, vielfältigen Rennvarianten und Fahrzeugklassen daher, und es ist offensichtlich wohin die nahezu fünf Jahre Entwicklungszeit geflossen sind. Hoffen wir mal der sechste Teil kommt nicht erst 2016.

Ein paar Abstriche gibt es dennoch zu beklagen: Interfacedesign und Usability sind streckenweise nicht ganz auf der Höhe der Zeit, manche Zugriffe müssen umständlich mit Umwegen ins Hauptmenu getätigt werden. Das heisst nicht, dass die Menus nicht hübsch gemacht sind, denn das sind sie. Aber hie und da hätte man sich gewünscht, die Polyphony-Digitaleser hätten auch noch ein schlagkräftiges Team zusätzlich für die Bedienung des Spiels ausserhalb der Rennen eingesetzt. Dazu kommen ein paar merkwürdige Grafikfehler wie die Sache mit dem Staub und einige unschöne Schatten, und die Ladezeiten ohne Fixinstallation sind eher zu lang für einen November-2010-Release.

Darum gibts von uns einen Gold Award mit leichten Abzügen. Wer Rennspiele mag und eine PS3 zuhause hat, kommt allerdings um GT5 nicht herum.

Wir bedanken uns bei Sony Computer Entertainment Schweiz für die freundliche Bereitstellung einer Vollversion zu Testzwecken.


judgementbox
Gran Turismo 5
gold_medium
Positiv

Neue Massstäbe setzende fantastische Präsentation in Bild und Ton, geniale Fahrphysik, cleveres progressives Schwierigkeitssystem mit ebenfalls zunehmenden Schadens- und Deformationseigenschaften, viele Nebenbeschäftigungen wie das Sammeln und Pflegen von Autos, Fotomodus mit begehbaren Kulissen, Zweitkarriere als Rennstallbesitzer

Negativ

Gleich zu Beginn Installation des Online-Patches nötig (133 MB), Ladezeiten ohne 8 GB Spieldateninstallation eher lang, einige wenige Grafikfehler (Staubwolken), manche Usability-Krücke wie das umständliche Zurückkehren in andere Menus für das Wechseln des Wagens oder mancher Einstellungen, direkte Replays nach misslungenen Rennen meist nicht möglich

Alleine spielen: Sehr gut!
Mit Freunden auf dem Sofa spielen: Nur für Fans.
Mit Freunden im Internet spielen: Sehr gut!
Du kannst DN, den Autor dieses Beitrags, über seine Kontakt-Seite erreichen.


Das könnte dich auch interessieren:


# vor 6 Jahren
ich habe mich gleich von anfang an zuhause gefühlt, installationszeit ist ja nur für einmal ab da geht dann alles sehr schnell, die neue steuerung mit dem gas ist richtig geil, gt5 is a lifestyle ;-) music on! lets drive!
brainlessboybrainlessboy
 
 


5518
0 1 4
Abonniere Kommentare zu diesem Artikel.ch als RSS-Feed
Gran Turismo 5
Erhältlich für PlayStation 3
Von Polyphony Digital (Developer), Sony (Publisher)